Die Höhen
الأعْرَاف
الاعراف

LEARNING POINTS
Allein Allah verdient unsere Anbetung und Dankbarkeit.
Die Geschichte Adams (Friede sei mit ihm) ist eine Warnung vor den Listen des Schaytan.
Diese Sure liefert wichtige Einzelheiten über die Bewohner des Dschanna (Paradies) und die Bewohner des Dschahannam (Höllenfeuer).
Diejenigen, die Böses tun, werden es am Tag des Gerichts bereuen, doch es wird zu spät sein.
Geschichten früherer Propheten werden erwähnt, um die mekkanischen Götzendiener zu warnen und den Propheten (Friede sei mit ihm) zu trösten.
Allah unterstützt stets Seine Propheten und vernichtet ihre arroganten Feinde.
Das Volk Musas (Friede sei mit ihm) wurde auf vielfältige Weise geprüft.
Nur Allah kann zur Wahrheit leiten.
Es ist wichtig, unsere Versprechen Allah und anderen Menschen gegenüber zu halten.
Niemand wird aufgefordert, etwas über seine Fähigkeit hinaus zu tun.
11. Allah hat uns das Gute erlaubt und das Böse verboten.
12. Die Frevler werden bestraft, weil sie die Wahrheit ablehnen und die Gebote brechen.
13. Die Götzen sind machtlos und können ihren Anhängern in keiner Weise helfen.
14. Muhammad (Friede sei mit ihm) ist der letzte Prophet, gesandt als Barmherzigkeit für die Menschheit.
15. Der Koran ist eine wahre Offenbarung von Allah, die geehrt und befolgt werden sollte.

Die Offenbarung der Wahrheit
1AlifLam-Mim-Şâd. 2Dies ist ein Buch, das dir offenbart wurde – nicht, damit du dich deswegen grämst – sondern damit du damit die Ungläubigen warnst und die Gläubigen ermahnst. 3Folgt dem, was euch von eurem Herrn herabgesandt wurde, o ihr Menschen, und nehmt euch keine anderen Herren außer Ihm. Doch wie wenig ihr euch ermahnen lasst! 4Und wie viele Städte haben Wir schon vernichtet! Unsere Strafe ereilte sie überraschend, während sie nachts schliefen oder mittags rasteten. 5Als Unsere Strafe über sie kam, war ihr einziger Ruf: "Wir waren wahrlich Übeltäter." 6Wir werden ganz gewiss diejenigen befragen, zu denen Gesandte kamen, und wir werden auch die Gesandten selbst befragen. 7Dann werden Wir ihnen mit Wissen berichten, was sie alles taten – Wir waren niemals abwesend. 8An jenem Tag werden die Taten in voller Gerechtigkeit gewogen. Was nun diejenigen angeht, deren Waagschalen schwer sind (mit guten Taten), so sind sie es, die Erfolg haben werden. 9Was aber diejenigen angeht, deren Waagschalen leicht sind, so haben sie sich selbst verloren, weil sie Unsere Zeichen verleugneten.
الٓمٓصٓ 1كِتَٰبٌ أُنزِلَ إِلَيۡكَ فَلَا يَكُن فِي صَدۡرِكَ حَرَجٞ مِّنۡهُ لِتُنذِرَ بِهِۦ وَذِكۡرَىٰ لِلۡمُؤۡمِنِينَ 2ٱتَّبِعُواْ مَآ أُنزِلَ إِلَيۡكُم مِّن رَّبِّكُمۡ وَلَا تَتَّبِعُواْ مِن دُونِهِۦٓ أَوۡلِيَآءَۗ قَلِيلٗا مَّا تَذَكَّرُونَ 3وَكَم مِّن قَرۡيَةٍ أَهۡلَكۡنَٰهَا فَجَآءَهَا بَأۡسُنَا بَيَٰتًا أَوۡ هُمۡ قَآئِلُونَ 4فَمَا كَانَ دَعۡوَىٰهُمۡ إِذۡ جَآءَهُم بَأۡسُنَآ إِلَّآ أَن قَالُوٓاْ إِنَّا كُنَّا ظَٰلِمِينَ 5فَلَنَسَۡٔلَنَّ ٱلَّذِينَ أُرۡسِلَ إِلَيۡهِمۡ وَلَنَسَۡٔلَنَّ ٱلۡمُرۡسَلِينَ 6فَلَنَقُصَّنَّ عَلَيۡهِم بِعِلۡمٖۖ وَمَا كُنَّا غَآئِبِينَ 7وَٱلۡوَزۡنُ يَوۡمَئِذٍ ٱلۡحَقُّۚ فَمَن ثَقُلَتۡ مَوَٰزِينُهُۥ فَأُوْلَٰٓئِكَ هُمُ ٱلۡمُفۡلِحُونَ 8وَمَنۡ خَفَّتۡ مَوَٰزِينُهُۥ فَأُوْلَٰٓئِكَ ٱلَّذِينَ خَسِرُوٓاْ أَنفُسَهُم بِمَا كَانُواْ بَِٔايَٰتِنَا يَظۡلِمُونَ9
Verse 6: Der Gesandte wird über das Überbringen der Botschaft befragt werden.
Satans Hochmut
10Wir haben euch wahrlich auf der Erde gefestigt und euch dort Lebensgrundlagen geschaffen. Doch ihr seid wenig dankbar. 11Wir haben euch wahrlich erschaffen, dann euch gestaltet, dann sprachen Wir zu den Engeln: "Werft euch vor Adam nieder!" Da warfen sie sich alle nieder, außer Iblis; er weigerte sich, mit den sich Niederwerfenden zu sein. 12Er (Allah) sprach: "Was hinderte dich daran, dich niederzuwerfen, als Ich es dir befahl?" Er (Iblis) sagte: "Ich bin besser als er: Du hast mich aus Feuer erschaffen, und ihn hast Du aus Lehm erschaffen." 13Er (Allah) sprach: "Dann steig herab von ihm! Es geziemt sich nicht für dich, hier hochmütig zu sein. So geh hinaus! Du bist wahrlich einer der Erniedrigten." 14Er sagte: "Gewähre mir Aufschub bis zum Tag, da sie auferweckt werden." 15Allah erwiderte: „Dir wird Aufschub gewährt.“ 16Er sagte: „Dafür, dass Du mich in die Irre geführt hast, werde ich ihnen auf Deinem geraden Weg auflauern. 17Dann werde ich sie von vorne und von hinten, von rechts und von links angehen, und Du wirst die meisten von ihnen nicht dankbar finden.“ 18Allah befahl: „Geh hinaus von hier, nochmals! Du bist geschmäht und verstoßen! Was diejenigen angeht, die dir folgen, so werde Ich die Hölle ganz gewiss mit euch allen zusammen anfüllen!“
وَلَقَدۡ مَكَّنَّٰكُمۡ فِي ٱلۡأَرۡضِ وَجَعَلۡنَا لَكُمۡ فِيهَا مَعَٰيِشَۗ قَلِيلٗا مَّا تَشۡكُرُونَ 10وَلَقَدۡ خَلَقۡنَٰكُمۡ ثُمَّ صَوَّرۡنَٰكُمۡ ثُمَّ قُلۡنَا لِلۡمَلَٰٓئِكَةِ ٱسۡجُدُواْ لِأٓدَمَ فَسَجَدُوٓاْ إِلَّآ إِبۡلِيسَ لَمۡ يَكُن مِّنَ ٱلسَّٰجِدِينَ 11قَالَ مَا مَنَعَكَ أَلَّا تَسۡجُدَ إِذۡ أَمَرۡتُكَۖ قَالَ أَنَا۠ خَيۡرٞ مِّنۡهُ خَلَقۡتَنِي مِن نَّارٖ وَخَلَقۡتَهُۥ مِن طِين 12قَالَ فَٱهۡبِطۡ مِنۡهَا فَمَا يَكُونُ لَكَ أَن تَتَكَبَّرَ فِيهَا فَٱخۡرُجۡ إِنَّكَ مِنَ ٱلصَّٰغِرِينَ 13قَالَ أَنظِرۡنِيٓ إِلَىٰ يَوۡمِ يُبۡعَثُونَ 14قَالَ إِنَّكَ مِنَ ٱلۡمُنظَرِينَ 15قَالَ فَبِمَآ أَغۡوَيۡتَنِي لَأَقۡعُدَنَّ لَهُمۡ صِرَٰطَكَ ٱلۡمُسۡتَقِيمَ 16ثُمَّ لَأٓتِيَنَّهُم مِّنۢ بَيۡنِ أَيۡدِيهِمۡ وَمِنۡ خَلۡفِهِمۡ وَعَنۡ أَيۡمَٰنِهِمۡ وَعَن شَمَآئِلِهِمۡۖ وَلَا تَجِدُ أَكۡثَرَهُمۡ شَٰكِرِينَ 17قَالَ ٱخۡرُجۡ مِنۡهَا مَذۡءُومٗا مَّدۡحُورٗاۖ لَّمَن تَبِعَكَ مِنۡهُمۡ لَأَمۡلَأَنَّ جَهَنَّمَ مِنكُمۡ أَجۡمَعِينَ18
Verse 11: 3. Dein Vater, Adam.
Verse 15: Satan bat darum, leben zu dürfen, bis die Menschen auferweckt werden, wahrscheinlich weil er Angst vor dem Tod am Ende der Zeit hatte. Ihm wurde gesagt, dass er nur bis zu der von Allah festgesetzten Zeit leben würde.

WORDS OF WISDOM
Man könnte fragen: „Wenn Iblis bereits aus dem Paradies vertrieben worden war, wie flüsterte er dann Adam und seiner Frau im Paradies zu?“ Wir wissen es nicht genau, da die Antwort weder im Koran noch in der Sunnah überliefert ist. Dies ist der Fall bei jeder Angelegenheit, die uns weder in diesem Leben noch im Jenseits nützt. Einige Gelehrte sagen jedoch, dass Iblis ihnen wahrscheinlich heimlich zuflüsterte oder sie von außen durch das Tor des Paradieses rief. Und Allah weiß es am besten.


WORDS OF WISDOM
Jemand könnte fragen: "Wenn Adam nicht von diesem Baum gegessen hätte, wären wir dann jetzt nicht im Paradies (Jannah)?" Die kurze Antwort ist nein. Wenn wir die Geschichte Adams in **2:30-39** lesen, erkennen wir, dass:
1. Die Entscheidung, Adam (Friede sei mit ihm) auf die Erde zu senden, wurde getroffen, bevor er überhaupt erschaffen wurde. Es gibt auch einen Hadith, in dem Musa (Friede sei mit ihm) zu Adam sagte: "Du wurdest von Allah geehrt, und dann hast du die Menschen dazu gebracht, auf die Erde herabzukommen, wegen dem, was du getan hast!" Adam (Friede sei mit ihm) erwiderte: "Wie kannst du mich für etwas tadeln, das Allah lange bevor ich überhaupt existierte, für mich bestimmt hatte?" (Imam Muslim)
2. Er wurde bereits im Voraus vor den Listen des Schaitan gewarnt.
3. Adam (Friede sei mit ihm) wurde angewiesen: "Ihr habt eine riesige Anzahl von Bäumen, von denen ihr essen dürft; meidet nur diesen einen." Ihm wurde gesagt, er solle sich von diesem Baum fernhalten, nicht weil er giftig war, sondern weil Allah seinen Gehorsam prüfen wollte. Auf die gleiche Weise wird unser Gehorsam durch die Dinge geprüft, die uns aufgetragen werden zu tun oder zu meiden. Während einige von uns die Prüfung bestehen, scheitern andere.
Adam und Eva: Die Prüfung und der Abstieg
19Allah sprach: „O Adam! Wohne mit deiner Frau im Paradies und esst nach Belieben, aber nähert euch nicht diesem Baum, sonst gehört ihr zu den Ungerechten.“ 20Da flüsterte ihnen der Satan ein, um ihnen ihre Blöße zu offenbaren, die ihnen verborgen war. Er sagte: „Euer Herr hat euch diesen Baum nur verboten, damit ihr nicht Engel werdet oder zu den Ewiglebenden gehört.“ 21Und er schwor ihnen: „Ich bin euch wahrlich ein aufrichtiger Ratgeber.“ 22So täuschte er sie mit Trug. Und als sie von dem Baum kosteten, wurde ihnen ihre Blöße offenbar. Da begannen sie, sich mit Blättern des Paradieses zu bedecken. Da rief ihr Herr sie an: „Habe Ich euch nicht diesen Baum verboten und euch gewarnt, dass der Satan euer offenkundiger Feind ist?“ 23Sie riefen: „Unser Herr! Wir haben uns selbst Unrecht getan. Wenn Du uns nicht vergibst und dich unser erbarmst, werden wir ganz gewiss zu den Verlierern gehören.“ 24Allah sprach: Steigt hinab von hier, die einen den anderen feind! Und auf der Erde wird euch eine Wohnstätte sein und Nutznießung auf Zeit. 25Er sprach weiter: Dort werdet ihr leben, dort werdet ihr sterben, und von dort werdet ihr hervorgebracht werden.
وَيَٰٓـَٔادَمُ ٱسۡكُنۡ أَنتَ وَزَوۡجُكَ ٱلۡجَنَّةَ فَكُلَا مِنۡ حَيۡثُ شِئۡتُمَا وَلَا تَقۡرَبَا هَٰذِهِ ٱلشَّجَرَةَ فَتَكُونَا مِنَ ٱلظَّٰلِمِينَ 19فَوَسۡوَسَ لَهُمَا ٱلشَّيۡطَٰنُ لِيُبۡدِيَ لَهُمَا مَا وُۥرِيَ عَنۡهُمَا مِن سَوۡءَٰتِهِمَا وَقَالَ مَا نَهَىٰكُمَا رَبُّكُمَا عَنۡ هَٰذِهِ ٱلشَّجَرَةِ إِلَّآ أَن تَكُونَا مَلَكَيۡنِ أَوۡ تَكُونَا مِنَ ٱلۡخَٰلِدِينَ 20وَقَاسَمَهُمَآ إِنِّي لَكُمَا لَمِنَ ٱلنَّٰصِحِينَ 21فَدَلَّىٰهُمَا بِغُرُورٖۚ فَلَمَّا ذَاقَا ٱلشَّجَرَةَ بَدَتۡ لَهُمَا سَوۡءَٰتُهُمَا وَطَفِقَا يَخۡصِفَانِ عَلَيۡهِمَا مِن وَرَقِ ٱلۡجَنَّةِۖ وَنَادَىٰهُمَا رَبُّهُمَآ أَلَمۡ أَنۡهَكُمَا عَن تِلۡكُمَا ٱلشَّجَرَةِ وَأَقُل لَّكُمَآ إِنَّ ٱلشَّيۡطَٰنَ لَكُمَا عَدُوّٞ مُّبِينٞ 22قَالَا رَبَّنَا ظَلَمۡنَآ أَنفُسَنَا وَإِن لَّمۡ تَغۡفِرۡ لَنَا وَتَرۡحَمۡنَا لَنَكُونَنَّ مِنَ ٱلۡخَٰسِرِينَ 23قَالَ ٱهۡبِطُواْ بَعۡضُكُمۡ لِبَعۡضٍ عَدُوّٞۖ وَلَكُمۡ فِي ٱلۡأَرۡضِ مُسۡتَقَرّٞ وَمَتَٰعٌ إِلَىٰ حِينٖ 24قَالَ فِيهَا تَحۡيَوۡنَ وَفِيهَا تَمُوتُونَ وَمِنۡهَا تُخۡرَجُونَ25
Verse 24: Das heißt Mensch und Schaytan

BACKGROUND STORY
Mit Ausnahme der Mekkaner pflegten die anderen Götzendiener die Kaaba während des Haddsch nackt zu umrunden. Sie verboten sich auch bestimmte Arten von Speisen. Daher wurde der folgende Vers herabgesandt, um diese Praktiken zu verbieten.
Die Gläubigen wurden aufgefordert, sich beim Gebet angemessen zu kleiden und die guten Gaben zu genießen, die Allah für sie erschaffen hatte. {Imam Muslim & Imam At-Tabari}
Warnung vor dem Bösen
26O Kinder Adams! Wir haben euch Kleidung herabgesandt, um eure Blöße zu bedecken und zur Zierde. Doch die beste Kleidung ist die der Gottesfurcht. Dies ist eines der Zeichen Allahs, auf dass sie vielleicht bedenken mögen. 27O Kinder Adams! Lasst den Satan euch nicht verführen, so wie er eure Eltern aus dem Paradies vertrieben hat, indem er ihnen ihre Kleidung wegnahm, um ihnen ihre Blöße zu zeigen. Gewiss, er und seine Sippe sehen euch, von wo ihr sie nicht seht. Wir haben die Satane zu Freunden derer gemacht, die nicht glauben. 28Wenn sie etwas Schändliches tun, sagen sie: „Wir haben unsere Väter dies tun sehen“, und: „Allah hat es uns befohlen.“ Sag: „Nein! Allah befiehlt niemals Schändliches. Wollt ihr denn Allah etwas zuschreiben, wovon ihr kein Wissen habt?“ 29Sag: „Mein Herr befiehlt nur Gerechtigkeit. Richtet euer Angesicht auf Ihn bei jeder Gebetsstätte und ruft Ihn an, aufrichtig im Glauben an Ihn. So wie Er euch am Anfang erschaffen hat, werdet ihr zurückkehren.“ 30Er hat die einen rechtgeleitet, und für die anderen ist das Irregehen beschlossen. Sie haben sich die Satane zu Freunden genommen anstatt Allah, wobei sie meinen, rechtgeleitet zu sein. 31Ihr Kinder Adams! Legt eure Zierde an bei jeder Gebetsstätte. Esst und trinkt, aber seid nicht verschwenderisch. Gewiss, Er liebt die Verschwender nicht. 32Sprich: „Wer hat die Zierde Allahs verboten und die guten Dinge, die Er für Seine Diener hervorgebracht hat?“ Sprich: „Sie sind für diejenigen, die glauben, im diesseitigen Leben erlaubt und am Tag der Auferstehung ausschließlich für sie.“ So legen Wir die Zeichen klar dar für Leute, die wissen. 33Sprich: „Mein Herr hat nur die schändlichen Taten verboten, ob offenkundig oder verborgen, und die Sünde und die ungerechte Gewalttätigkeit, und dass ihr Allah etwas beigesellt, wofür Er keine Ermächtigung herabgesandt hat, und dass ihr über Allah sagt, was ihr nicht wisst.“ 34Jede Gemeinschaft hat eine festgesetzte Frist. Wenn nun ihre Frist gekommen ist, können sie sie nicht um eine Stunde hinauszögern noch vorverlegen. 35O Kinder Adams! Wenn nun Gesandte aus eurer Mitte zu euch kommen, die euch Meine Zeichen verkünden – wer dann gottesfürchtig ist und sich bessert, für die wird es keine Furcht geben, noch werden sie traurig sein. 36Diejenigen aber, die ungläubig sind und Unsere Zeichen verleugnen und geringschätzen, das sind die Gefährten des Feuers. Sie werden ewig darin verweilen.
يَٰبَنِيٓ ءَادَمَ قَدۡ أَنزَلۡنَا عَلَيۡكُمۡ لِبَاسٗا يُوَٰرِي سَوۡءَٰتِكُمۡ وَرِيشٗاۖ وَلِبَاسُ ٱلتَّقۡوَىٰ ذَٰلِكَ خَيۡرٞۚ ذَٰلِكَ مِنۡ ءَايَٰتِ ٱللَّهِ لَعَلَّهُمۡ يَذَّكَّرُونَ 26يَٰبَنِيٓ ءَادَمَ لَا يَفۡتِنَنَّكُمُ ٱلشَّيۡطَٰنُ كَمَآ أَخۡرَجَ أَبَوَيۡكُم مِّنَ ٱلۡجَنَّةِ يَنزِعُ عَنۡهُمَا لِبَاسَهُمَا لِيُرِيَهُمَا سَوۡءَٰتِهِمَآۚ إِنَّهُۥ يَرَىٰكُمۡ هُوَ وَقَبِيلُهُۥ مِنۡ حَيۡثُ لَا تَرَوۡنَهُمۡۗ إِنَّا جَعَلۡنَا ٱلشَّيَٰطِينَ أَوۡلِيَآءَ لِلَّذِينَ لَا يُؤۡمِنُونَ 27وَإِذَا فَعَلُواْ فَٰحِشَةٗ قَالُواْ وَجَدۡنَا عَلَيۡهَآ ءَابَآءَنَا وَٱللَّهُ أَمَرَنَا بِهَاۗ قُلۡ إِنَّ ٱللَّهَ لَا يَأۡمُرُ بِٱلۡفَحۡشَآءِۖ أَتَقُولُونَ عَلَى ٱللَّهِ مَا لَا تَعۡلَمُونَ 28قُلۡ أَمَرَ رَبِّي بِٱلۡقِسۡطِۖ وَأَقِيمُواْ وُجُوهَكُمۡ عِندَ كُلِّ مَسۡجِدٖ وَٱدۡعُوهُ مُخۡلِصِينَ لَهُ ٱلدِّينَۚ كَمَا بَدَأَكُمۡ تَعُودُونَ 29فَرِيقًا هَدَىٰ وَفَرِيقًا حَقَّ عَلَيۡهِمُ ٱلضَّلَٰلَةُۚ إِنَّهُمُ ٱتَّخَذُواْ ٱلشَّيَٰطِينَ أَوۡلِيَآءَ مِن دُونِ ٱللَّهِ وَيَحۡسَبُونَ أَنَّهُم مُّهۡتَدُونَ 30يَٰبَنِيٓ ءَادَمَ خُذُواْ زِينَتَكُمۡ عِندَ كُلِّ مَسۡجِدٖ وَكُلُواْ وَٱشۡرَبُواْ وَلَا تُسۡرِفُوٓاْۚ إِنَّهُۥ لَا يُحِبُّ ٱلۡمُسۡرِفِينَ 31قُلۡ مَنۡ حَرَّمَ زِينَةَ ٱللَّهِ ٱلَّتِيٓ أَخۡرَجَ لِعِبَادِهِۦ وَٱلطَّيِّبَٰتِ مِنَ ٱلرِّزۡقِۚ قُلۡ هِيَ لِلَّذِينَ ءَامَنُواْ فِي ٱلۡحَيَوٰةِ ٱلدُّنۡيَا خَالِصَةٗ يَوۡمَ ٱلۡقِيَٰمَةِۗ كَذَٰلِكَ نُفَصِّلُ ٱلۡأٓيَٰتِ لِقَوۡمٖ يَعۡلَمُونَ 32قُلۡ إِنَّمَا حَرَّمَ رَبِّيَ ٱلۡفَوَٰحِشَ مَا ظَهَرَ مِنۡهَا وَمَا بَطَنَ وَٱلۡإِثۡمَ وَٱلۡبَغۡيَ بِغَيۡرِ ٱلۡحَقِّ وَأَن تُشۡرِكُواْ بِٱللَّهِ مَا لَمۡ يُنَزِّلۡ بِهِۦ سُلۡطَٰنٗا وَأَن تَقُولُواْ عَلَى ٱللَّهِ مَا لَا تَعۡلَمُونَ 33وَلِكُلِّ أُمَّةٍ أَجَلٞۖ فَإِذَا جَآءَ أَجَلُهُمۡ لَا يَسۡتَأۡخِرُونَ سَاعَةٗ وَلَا يَسۡتَقۡدِمُونَ 34يَٰبَنِيٓ ءَادَمَ إِمَّا يَأۡتِيَنَّكُمۡ رُسُلٞ مِّنكُمۡ يَقُصُّونَ عَلَيۡكُمۡ ءَايَٰتِي فَمَنِ ٱتَّقَىٰ وَأَصۡلَحَ فَلَا خَوۡفٌ عَلَيۡهِمۡ وَلَا هُمۡ يَحۡزَنُونَ 35وَٱلَّذِينَ كَذَّبُواْ بَِٔايَٰتِنَا وَٱسۡتَكۡبَرُواْ عَنۡهَآ أُوْلَٰٓئِكَ أَصۡحَٰبُ ٱلنَّارِۖ هُمۡ فِيهَا خَٰلِدُونَ36
Verse 28: wie zum Beispiel das nackte Umrunden der Kaaba
Verse 31: wie zum Beispiel Kleidung reinigen
Verse 32: Die Freuden dieses Lebens werden von Gläubigen und Ungläubigen geteilt, wohingegen die Freuden des Jenseits nur den Gläubigen vorbehalten sind.
Böse Anführer und ihre Anhänger
37Wer ist ungerechter als der, der Lügen gegen Allah ersinnt oder Seine Zeichen leugnet? Diesen wird zuteil, was für sie in diesem Leben bestimmt ist, bis Unsere Gesandten (Engel) zu ihnen kommen, um sie abzurufen, und sagen: „Wo sind jene (falschen Götter), die ihr außer Allah anzurufen pflegtet?“ Sie werden sagen: „Sie sind von uns gewichen.“ Und sie werden gegen sich selbst bezeugen, dass sie Ungläubige waren. 38Allah wird sagen: „Tretet ein ins Feuer, zusammen mit den Gemeinschaften von Dschinn und Menschen, die vor euch dahingegangen sind.“ Jedes Mal, wenn eine Gemeinschaft eintritt, verflucht sie die andere, bis sie alle darin versammelt sind. Die Letzten von ihnen werden über die Ersten sagen: „Unser Herr, diese haben uns irregeführt, so gib ihnen die doppelte Strafe im Feuer.“ Er wird sagen: „Für jeden ist (die Strafe) verdoppelt worden, aber ihr wisst es nicht.“ 39Die Ersten von ihnen werden zu den Letzten sagen: „Ihr wart nicht besser als wir! So kostet die Strafe für das, was ihr getan habt.“
فَمَنۡ أَظۡلَمُ مِمَّنِ ٱفۡتَرَىٰ عَلَى ٱللَّهِ كَذِبًا أَوۡ كَذَّبَ بَِٔايَٰتِهِۦٓۚ أُوْلَٰٓئِكَ يَنَالُهُمۡ نَصِيبُهُم مِّنَ ٱلۡكِتَٰبِۖ حَتَّىٰٓ إِذَا جَآءَتۡهُمۡ رُسُلُنَا يَتَوَفَّوۡنَهُمۡ قَالُوٓاْ أَيۡنَ مَا كُنتُمۡ تَدۡعُونَ مِن دُونِ ٱللَّهِۖ قَالُواْ ضَلُّواْ عَنَّا وَشَهِدُواْ عَلَىٰٓ أَنفُسِهِمۡ أَنَّهُمۡ كَانُواْ كَٰفِرِينَ 37قَالَ ٱدۡخُلُواْ فِيٓ أُمَمٖ قَدۡ خَلَتۡ مِن قَبۡلِكُم مِّنَ ٱلۡجِنِّ وَٱلۡإِنسِ فِي ٱلنَّارِۖ كُلَّمَا دَخَلَتۡ أُمَّةٞ لَّعَنَتۡ أُخۡتَهَاۖ حَتَّىٰٓ إِذَا ٱدَّارَكُواْ فِيهَا جَمِيعٗا قَالَتۡ أُخۡرَىٰهُمۡ لِأُولَىٰهُمۡ رَبَّنَا هَٰٓؤُلَآءِ أَضَلُّونَا فََٔاتِهِمۡ عَذَابٗا ضِعۡفٗا مِّنَ ٱلنَّارِۖ قَالَ لِكُلّٖ ضِعۡفٞ وَلَٰكِن لَّا تَعۡلَمُونَ 38وَقَالَتۡ أُولَىٰهُمۡ لِأُخۡرَىٰهُمۡ فَمَا كَانَ لَكُمۡ عَلَيۡنَا مِن فَضۡلٖ فَذُوقُواْ ٱلۡعَذَابَ بِمَا كُنتُمۡ تَكۡسِبُونَ39


WORDS OF WISDOM
Der Koran kritisiert stets jene, die Allah Kinder zuschreiben. Dies schließt die Christen ein, die glauben, dass Jesus ('Isa) der Sohn Gottes ist, sowie die Götzendiener, die glaubten, dass die Engel Allahs Töchter waren (Vers 100).
Als Muslime glauben wir, dass Allah keine Söhne oder Töchter hat.
Viele Menschen denken, dass es für sie wichtig ist, Kinder zu haben, damit diese sie im Alter unterstützen oder pflegen oder ihren Namen nach ihrem Tod weitertragen.
Benötigt Allah etwas davon? Natürlich nicht! Er ist der Allmächtige und Ewige Herr, Der über alles im Universum herrscht.
Wir alle bedürfen Seiner, aber Er bedarf keines von uns. Ob wir existieren oder nicht, berührt Ihn in keiner Weise.

WORDS OF WISDOM
Gemäß den Versen **40-42** werden die Gläubigen für immer im Paradies (Jannah) verweilen und unglaubliche Belohnungen genießen für das Verrichten einfacher Aufgaben wie das Gebet zu Allah allein, das Fasten und das Geben von Almosen. Die Ungläubigen hingegen werden für immer in der Hölle festsitzen, weil sie es versäumt haben, diese einfachen Dinge zu tun.
Die Menschen der Hölle und des Paradieses
40Wahrlich, die Tore des Himmels werden für diejenigen nicht geöffnet werden, die Unsere Zeichen verleugneten und sich hochmütig von ihnen abwandten. Sie werden das Paradies niemals betreten, bevor nicht ein Kamel durch ein Nadelöhr hindurchgeht. So vergelten Wir den Übeltätern. 41Jahannam wird ihr Lager sein, und Flammen werden ihre Bedeckung sein. So vergelten Wir denjenigen, die Unrecht tun. 42Was aber diejenigen angeht, die glauben und gute Werke tun – Wir belasten keine Seele außer mit dem, was sie vermag –, so werden sie die Bewohner des Paradieses sein. Sie werden ewig darin verweilen. 43Wir werden das entfernen, was an Groll in ihren Herzen war. Unter ihnen werden Flüsse fließen. Und sie werden sagen: „Alles Lob gebührt Allah, Der uns hierzu geleitet hat. Wir wären niemals rechtgeleitet worden, wenn Allah uns nicht geleitet hätte. Die Gesandten unseres Herrn sind wahrlich mit der Wahrheit gekommen.“ Es wird ihnen zugerufen werden: „Dies ist das Paradies, das euch für das, was ihr zu tun pflegtet, zum Erbe gegeben wurde.“ 44Die Bewohner des Paradieses werden den Bewohnern des Feuers zurufen: „Wir haben wahrlich das als wahr befunden, was unser Herr uns versprochen hat. Habt ihr auch das als wahr befunden, was euer Herr versprochen hat?“ Sie werden sagen: „Ja, wir haben!“ Dann wird ein Ausrufer zwischen ihnen ausrufen: „Der Fluch Allahs sei über den Ungerechten, die vom Weg Allahs abhielten und ihn krumm zu machen suchten und das Jenseits verleugneten.“
إِنَّ ٱلَّذِينَ كَذَّبُواْ بَِٔايَٰتِنَا وَٱسۡتَكۡبَرُواْ عَنۡهَا لَا تُفَتَّحُ لَهُمۡ أَبۡوَٰبُ ٱلسَّمَآءِ وَلَا يَدۡخُلُونَ ٱلۡجَنَّةَ حَتَّىٰ يَلِجَ ٱلۡجَمَلُ فِي سَمِّ ٱلۡخِيَاطِۚ وَكَذَٰلِكَ نَجۡزِي ٱلۡمُجۡرِمِينَ 40لَهُم مِّن جَهَنَّمَ مِهَادٞ وَمِن فَوۡقِهِمۡ غَوَاشٖۚ وَكَذَٰلِكَ نَجۡزِي ٱلظَّٰلِمِينَ 41وَٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ وَعَمِلُواْ ٱلصَّٰلِحَٰتِ لَا نُكَلِّفُ نَفۡسًا إِلَّا وُسۡعَهَآ أُوْلَٰٓئِكَ أَصۡحَٰبُ ٱلۡجَنَّةِۖ هُمۡ فِيهَا خَٰلِدُونَ 42وَنَزَعۡنَا مَا فِي صُدُورِهِم مِّنۡ غِلّٖ تَجۡرِي مِن تَحۡتِهِمُ ٱلۡأَنۡهَٰرُۖ وَقَالُواْ ٱلۡحَمۡدُ لِلَّهِ ٱلَّذِي هَدَىٰنَا لِهَٰذَا وَمَا كُنَّا لِنَهۡتَدِيَ لَوۡلَآ أَنۡ هَدَىٰنَا ٱللَّهُۖ لَقَدۡ جَآءَتۡ رُسُلُ رَبِّنَا بِٱلۡحَقِّۖ وَنُودُوٓاْ أَن تِلۡكُمُ ٱلۡجَنَّةُ أُورِثۡتُمُوهَا بِمَا كُنتُمۡ تَعۡمَلُونَ 43وَنَادَىٰٓ أَصۡحَٰبُ ٱلۡجَنَّةِ أَصۡحَٰبَ ٱلنَّارِ أَن قَدۡ وَجَدۡنَا مَا وَعَدَنَا رَبُّنَا حَقّٗا فَهَلۡ وَجَدتُّم مَّا وَعَدَ رَبُّكُمۡ حَقّٗاۖ قَالُواْ نَعَمۡۚ فَأَذَّنَ مُؤَذِّنُۢ بَيۡنَهُمۡ أَن لَّعۡنَةُ ٱللَّهِ عَلَى ٱلظَّٰلِمِينَ44
Verse 43: 9. Die schlechten Gefühle, die sie in ihren Herzen gegenüber anderen Gläubigen hegten, die ihnen in diesem Leben Unrecht getan hatten.

BACKGROUND STORY
Der folgende Abschnitt spricht über eine Gruppe von Menschen, die am Tag des Gerichts auf den Höhen zwischen Paradies und Hölle stehen werden. Vielen Gelehrten zufolge werden diese Menschen dort für einige Zeit verweilen, weil ihre guten Taten ihren schlechten Taten gleichkommen werden. Schließlich werden diejenigen auf den Höhen durch Allahs Barmherzigkeit Jannah betreten. {Imam Ibn Kathir und Imam Al-Qurtubi}
Die Leute der Höhen
46Es wird eine Barriere zwischen diesen beiden Gruppen geben, und auf ihren Höhen werden einige Leute sein, die beide Gruppen an ihrem Aussehen erkennen werden. Sie werden den Leuten des Paradieses zurufen: „Friede sei mit euch!“ Diejenigen auf den Höhen werden das Paradies noch nicht betreten haben, aber es sich sehnlichst wünschen. 47Wenn ihre Blicke sich den Leuten des Feuers zuwenden werden, werden sie beten: „Unser Herr! Geselle uns nicht zu denen, die Unrecht getan haben.“ 48Diejenigen auf den Höhen werden einigen bösen Anführern zurufen, die sie an ihrem Aussehen erkennen werden, und sagen: „Eure große Zahl und euer Hochmut können euch 'Heute' nichts nützen!“ 49Sind das nicht dieselben 'armen Gläubigen', von denen ihr geschworen habt, dass sie niemals Allahs Segen empfangen würden? Ihnen wird nun gesagt: „Betretet das Paradies! Es wird keine Furcht über euch kommen, und ihr werdet niemals traurig sein.“ 50Die Leute des Feuers werden dann den Leuten des Paradieses zurufen: „Bitte, werft uns etwas Wasser herab oder irgendetwas, das Allah euch beschert hat.“ Sie werden antworten: „Allah hat beides den Ungläubigen verboten.“ 51Diejenigen, die diesen Glauben zum Spott nahmen und vom diesseitigen Leben betrogen wurden. So werden Wir sie heute vergessen, genauso wie sie die Begegnung mit diesem ihrem Tag vergaßen und Unsere Zeichen verleugneten.
وَبَيۡنَهُمَا حِجَابٞۚ وَعَلَى ٱلۡأَعۡرَافِ رِجَالٞ يَعۡرِفُونَ كُلَّۢا بِسِيمَىٰهُمۡۚ وَنَادَوۡاْ أَصۡحَٰبَ ٱلۡجَنَّةِ أَن سَلَٰمٌ عَلَيۡكُمۡۚ لَمۡ يَدۡخُلُوهَا وَهُمۡ يَطۡمَعُونَ 46۞ وَإِذَا صُرِفَتۡ أَبۡصَٰرُهُمۡ تِلۡقَآءَ أَصۡحَٰبِ ٱلنَّارِ قَالُواْ رَبَّنَا لَا تَجۡعَلۡنَا مَعَ ٱلۡقَوۡمِ ٱلظَّٰلِمِينَ 47وَنَادَىٰٓ أَصۡحَٰبُ ٱلۡأَعۡرَافِ رِجَالٗا يَعۡرِفُونَهُم بِسِيمَىٰهُمۡ قَالُواْ مَآ أَغۡنَىٰ عَنكُمۡ جَمۡعُكُمۡ وَمَا كُنتُمۡ تَسۡتَكۡبِرُونَ 48أَهَٰٓؤُلَآءِ ٱلَّذِينَ أَقۡسَمۡتُمۡ لَا يَنَالُهُمُ ٱللَّهُ بِرَحۡمَةٍۚ ٱدۡخُلُواْ ٱلۡجَنَّةَ لَا خَوۡفٌ عَلَيۡكُمۡ وَلَآ أَنتُمۡ تَحۡزَنُونَ 49وَنَادَىٰٓ أَصۡحَٰبُ ٱلنَّارِ أَصۡحَٰبَ ٱلۡجَنَّةِ أَنۡ أَفِيضُواْ عَلَيۡنَا مِنَ ٱلۡمَآءِ أَوۡ مِمَّا رَزَقَكُمُ ٱللَّهُۚ قَالُوٓاْ إِنَّ ٱللَّهَ حَرَّمَهُمَا عَلَى ٱلۡكَٰفِرِينَ 50ٱلَّذِينَ ٱتَّخَذُواْ دِينَهُمۡ لَهۡوٗا وَلَعِبٗا وَغَرَّتۡهُمُ ٱلۡحَيَوٰةُ ٱلدُّنۡيَاۚ فَٱلۡيَوۡمَ نَنسَىٰهُمۡ كَمَا نَسُواْ لِقَآءَ يَوۡمِهِمۡ هَٰذَا وَمَا كَانُواْ بَِٔايَٰتِنَا يَجۡحَدُونَ51
Warnung an die Leugner
52Wir haben ihnen bereits ein Buch gebracht, das Wir mit Wissen ausführlich dargelegt haben – eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für diejenigen, die glauben. 53Warten sie denn nur darauf, dass sich seine Warnung erfüllt? Am Tag, da sie sich erfüllt, werden diejenigen, die sie zuvor vergessen haben, sagen: „Die Gesandten unseres Herrn sind ja wirklich mit der Wahrheit gekommen. Gibt es denn jemanden, der für uns Fürsprache einlegt? Oder können wir zurückgeschickt werden, damit wir anders handeln, als wir zu handeln pflegten?“ Sie haben sich ja selbst ins Verderben gestürzt, und das, was sie sich (an Göttern) ausgedacht haben, wird sie im Stich lassen.
وَلَقَدۡ جِئۡنَٰهُم بِكِتَٰبٖ فَصَّلۡنَٰهُ عَلَىٰ عِلۡمٍ هُدٗى وَرَحۡمَةٗ لِّقَوۡمٖ يُؤۡمِنُونَ 52هَلۡ يَنظُرُونَ إِلَّا تَأۡوِيلَهُۥۚ يَوۡمَ يَأۡتِي تَأۡوِيلُهُۥ يَقُولُ ٱلَّذِينَ نَسُوهُ مِن قَبۡلُ قَدۡ جَآءَتۡ رُسُلُ رَبِّنَا بِٱلۡحَقِّ فَهَل لَّنَا مِن شُفَعَآءَ فَيَشۡفَعُواْ لَنَآ أَوۡ نُرَدُّ فَنَعۡمَلَ غَيۡرَ ٱلَّذِي كُنَّا نَعۡمَلُۚ قَدۡ خَسِرُوٓاْ أَنفُسَهُمۡ وَضَلَّ عَنۡهُم مَّا كَانُواْ يَفۡتَرُونَ53

WORDS OF WISDOM
Wie einige andere Verse im Koran besagt Vers **54**, dass Allah die Himmel und die Erde in 6 Tagen erschuf. Im Allgemeinen bezeichnet das Wort „Tag“ unterschiedliche Zeiträume. Zum Beispiel entspricht ein Tag auf dem Jupiter etwa 10 Erdenstunden, während ein Tag auf der Venus 243 Erdentagen entspricht.
Laut Imam Ibn 'Ashur bedeutet das Wort „Tag“ im Koran nicht immer einen Zeitraum von 24 Stunden. Zum Beispiel entspricht ein regulärer himmlischer Tag 1.000 unserer Jahre, basierend auf **22:47** und **32:5**. Der Tag des Gerichts wird sehr besonders sein und 50.000 Jahre unserer Zeit dauern (**70:4**). Daher beziehen sich die 6 Tage der Schöpfung auf 6 lange Zeiträume. Und Allah weiß es am besten.

WORDS OF WISDOM
Jemand könnte fragen: „Warum hat Allah das Universum in 6 Tagen erschaffen, obwohl Er alles im Handumdrehen hätte erschaffen können?“ Das ist eine gute Frage. Gemäß Imam Al-Qurtubi und Imam Ibn Al-Jawzi hat Allah die Himmel und die Erde in 6 Tagen erschaffen, um:
Anzuzeigen, dass Dinge über einen längeren Zeitraum zu erschaffen ein Zeichen Seiner Weisheit ist, während sie im Handumdrehen zu erschaffen ein Zeichen Seiner Macht ist.
Seine Schöpferkräfte den Engeln zu zeigen, indem Er jeden Tag etwas erschuf.
Die Aufmerksamkeit und Fürsorge zu zeigen, die Er Adam (Friede sei mit ihm) und der Menschheit widmete.
Uns zu lehren, uns Zeit zu nehmen und Dinge sorgfältig zu tun, nicht in Eile. Dies umfasst unsere Arbeit, Gebete oder jede andere Aktivität. Wenn wir uns beeilen, vergessen wir oft etwas oder machen sogar Fehler.
Es ist wichtig festzuhalten, dass Allah die Himmel und die Erde mit dem Wort **kun (Sei!)** ins Dasein rief, und dies für Ihn keine Zeit in Anspruch nahm. Doch dauerte die Entwicklung von allem zum Universum, wie wir es kennen, 6 Tage.

WORDS OF WISDOM
Vers 58 spricht über das gute Land, das vom Regen profitiert und reichlich hervorbringt, während das schlechte Land nicht vom Regen profitiert und kaum etwas hervorbringt. Das gute Land ist wie die Gläubigen, die von Allahs Offenbarung profitieren, während das schlechte Land wie die Ungläubigen ist, die kaum von der Offenbarung profitieren.
Der Prophet sagte: „Die Rechtleitung und das Wissen, die Allah mit mir sandte, sind wie starker Regen, der auf die Erde fiel. Ein Teil des Landes war gut, es nahm das Wasser auf und brachte viele Pflanzen und Gras hervor. Ein anderer Teil des Landes war sandig, der das Wasser nicht halten oder Pflanzen hervorbringen konnte.“ {Imam Al-Bukhari & Imam Muslim}
Mit anderen Worten, die Gläubigen profitieren von dieser Rechtleitung und Weisheit und erlangen ihre Segnungen, während die Ungläubigen sie ablehnen und in keiner Weise davon profitieren können.

Allahs Macht
54Wahrlich, euer Herr ist Allah, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf und Sich hierauf auf dem Thron niederließ. Er lässt die Nacht den Tag folgen, wobei sie ihn eifrig verfolgt. Und (Er schuf) die Sonne, den Mond und die Sterne, die Seinem Befehl unterworfen sind. Ihm gehört die Schöpfung und der Befehl. Segensreich ist Allah, der Herr der Welten! 55Ruft euren Herrn demütig und im Verborgenen an. Gewiss, Er liebt nicht die Übertreter. 56Und stiftet auf der Erde keine Verderbnis, nachdem sie in Ordnung gebracht worden ist. Und ruft Ihn in Furcht und Hoffnung an. Gewiss, Allahs Barmherzigkeit ist denen nahe, die Gutes tun. 57Er ist es, Der die Winde als frohe Botschaft Seiner Barmherzigkeit vorausschickt. Wenn sie dann schwere Wolken tragen, treiben Wir sie zu einem toten Land und lassen dann Regen darauf niedergehen, womit Wir dann allerlei Früchte hervorbringen. Ebenso bringen Wir die Toten hervor, auf dass ihr euch ermahnen lasst. 58Das gute Land bringt seine Pflanzen mit der Erlaubnis seines Herrn reichlich hervor. Das schlechte aber bringt nur spärlich hervor. So legen Wir die Zeichen auf verschiedene Weise dar für Leute, die dankbar sind.
إِنَّ رَبَّكُمُ ٱللَّهُ ٱلَّذِي خَلَقَ ٱلسَّمَٰوَٰتِ وَٱلۡأَرۡضَ فِي سِتَّةِ أَيَّامٖ ثُمَّ ٱسۡتَوَىٰ عَلَى ٱلۡعَرۡشِۖ يُغۡشِي ٱلَّيۡلَ ٱلنَّهَارَ يَطۡلُبُهُۥ حَثِيثٗا وَٱلشَّمۡسَ وَٱلۡقَمَرَ وَٱلنُّجُومَ مُسَخَّرَٰتِۢ بِأَمۡرِهِۦٓۗ أَلَا لَهُ ٱلۡخَلۡقُ وَٱلۡأَمۡرُۗ تَبَارَكَ ٱللَّهُ رَبُّ ٱلۡعَٰلَمِينَ 54ٱدۡعُواْ رَبَّكُمۡ تَضَرُّعٗا وَخُفۡيَةًۚ إِنَّهُۥ لَا يُحِبُّ ٱلۡمُعۡتَدِينَ 55وَلَا تُفۡسِدُواْ فِي ٱلۡأَرۡضِ بَعۡدَ إِصۡلَٰحِهَا وَٱدۡعُوهُ خَوۡفٗا وَطَمَعًاۚ إِنَّ رَحۡمَتَ ٱللَّهِ قَرِيبٞ مِّنَ ٱلۡمُحۡسِنِينَ 56وَهُوَ ٱلَّذِي يُرۡسِلُ ٱلرِّيَٰحَ بُشۡرَۢا بَيۡنَ يَدَيۡ رَحۡمَتِهِۦۖ حَتَّىٰٓ إِذَآ أَقَلَّتۡ سَحَابٗا ثِقَالٗا سُقۡنَٰهُ لِبَلَدٖ مَّيِّتٖ فَأَنزَلۡنَا بِهِ ٱلۡمَآءَ فَأَخۡرَجۡنَا بِهِۦ مِن كُلِّ ٱلثَّمَرَٰتِۚ كَذَٰلِكَ نُخۡرِجُ ٱلۡمَوۡتَىٰ لَعَلَّكُمۡ تَذَكَّرُونَ 57وَٱلۡبَلَدُ ٱلطَّيِّبُ يَخۡرُجُ نَبَاتُهُۥ بِإِذۡنِ رَبِّهِۦۖ وَٱلَّذِي خَبُثَ لَا يَخۡرُجُ إِلَّا نَكِدٗاۚ كَذَٰلِكَ نُصَرِّفُ ٱلۡأٓيَٰتِ لِقَوۡمٖ يَشۡكُرُونَ58

WORDS OF WISDOM
Jemand könnte fragen: „Warum wiederholt der Koran dieselben Geschichten oder Themen in verschiedenen Suren?“ Berücksichtigen Sie die folgenden Punkte:
Wie in der Einleitung dieses Buches erwähnt, wird nicht jeder den gesamten Koran lesen. Deshalb werden wichtige Themen an verschiedenen Stellen wiederholt, damit man, egal wo man liest, auf Lehren über Allah, den Sinn des Lebens, die Wahrheit über den Tag des Gerichts und so weiter stößt.
Der Fokus dieser Themen und Geschichten ändert sich von Sure zu Sure und liefert uns neue Informationen. Zum Beispiel sprechen viele Suren über das Paradies und die Hölle, aber eine Sure konzentriert sich auf die Lebensqualität, eine andere auf Speisen und Getränke, eine dritte auf Schatten und Kleidung und so weiter. Dasselbe gilt für Geschichten, wie die von Musa und Nuh. Zum Beispiel konzentriert sich diese Sure auf das Leid von Musas Volk, während Sure **18** sich auf seine Erfahrung mit Al-Khidr konzentriert und Sure **28** sich auf seine Kindheit in Ägypten, seine Flucht nach Midian und seine Heirat konzentriert. Was Nuh betrifft, so erwähnt diese Sure seine Geschichte kurz, während Sure **11** Details über die Sintflut und seinen ungläubigen Sohn liefert, während Sure **71** sich auf seine Da'wa-Techniken konzentriert. Wenn man all diese in verschiedenen Suren erwähnten Informationen liest, erhält man ein vollständiges Bild jeder Geschichte oder jedes Themas.
Dies zeigt auch den kreativen Stil des Korans, da die Geschichten wiederholt werden, jedes Mal mit einer neuen Nuance. Zum Beispiel wird der Moment, in dem Musa den brennenden Busch sah, bevor Allah zum ersten Mal zu ihm sprach, 3 Mal im Koran erwähnt: in den Versen **20:10**, **27:7** und **28:29**. Jeder Vers verwendet einen anderen Stil, aber die Bedeutung bleibt dieselbe.
Wie wir in Sure **4** erwähnt haben, sind diese wiederholten Geschichten und Themen vollkommen konsistent, obwohl sie über einen Zeitraum von 23 Jahren einem Propheten offenbart wurden, der weder lesen noch schreiben konnte. Dies allein ist ein klarer Beweis dafür, dass der Koran wahrhaftig von Allah ist.
Prophet Nuh und sein Volk
59Wahrlich, Wir entsandten Nuh zu seinem Volk. Er sagte: „O mein Volk! Dient Allah – ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Ich fürchte wahrlich für euch die Strafe eines furchtbaren Tages.“ 60Aber die Vornehmen seines Volkes antworteten: „Es ist uns klar, dass du gewiss in einem offenkundigen Irrtum bist.“ 61Er erwiderte: „O mein Volk! Ich bin nicht irregeleitet! Sondern ich bin ein Gesandter vom Herrn der Welten, 62der euch die Botschaften meines Herrn überbringe und euch aufrichtigen Rat gebe. Und ich weiß von Allah, was ihr nicht wisst. 63Wundert ihr euch, dass eine Ermahnung von eurem Herrn zu euch gekommen ist durch einen Mann aus eurer Mitte, der euch warnt, damit ihr gottesfürchtig werdet und damit euch vielleicht Barmherzigkeit erwiesen wird?“ 64Aber sie verleugneten ihn weiterhin, so retteten Wir ihn und diejenigen, die mit ihm in der Arche waren, und ertränkten diejenigen, die Unsere Zeichen verleugneten. Sie waren wahrlich ein blindes Volk.
لَقَدۡ أَرۡسَلۡنَا نُوحًا إِلَىٰ قَوۡمِهِۦ فَقَالَ يَٰقَوۡمِ ٱعۡبُدُواْ ٱللَّهَ مَا لَكُم مِّنۡ إِلَٰهٍ غَيۡرُهُۥٓ إِنِّيٓ أَخَافُ عَلَيۡكُمۡ عَذَابَ يَوۡمٍ عَظِيمٖ 59قَالَ ٱلۡمَلَأُ مِن قَوۡمِهِۦٓ إِنَّا لَنَرَىٰكَ فِي ضَلَٰلٖ مُّبِين 60قَالَ يَٰقَوۡمِ لَيۡسَ بِي ضَلَٰلَةٞ وَلَٰكِنِّي رَسُولٞ مِّن رَّبِّ ٱلۡعَٰلَمِينَ 61أُبَلِّغُكُمۡ رِسَٰلَٰتِ رَبِّي وَأَنصَحُ لَكُمۡ وَأَعۡلَمُ مِنَ ٱللَّهِ مَا لَا تَعۡلَمُونَ 62أَوَعَجِبۡتُمۡ أَن جَآءَكُمۡ ذِكۡرٞ مِّن رَّبِّكُمۡ عَلَىٰ رَجُلٖ مِّنكُمۡ لِيُنذِرَكُمۡ وَلِتَتَّقُواْ وَلَعَلَّكُمۡ تُرۡحَمُونَ 63فَكَذَّبُوهُ فَأَنجَيۡنَٰهُ وَٱلَّذِينَ مَعَهُۥ فِي ٱلۡفُلۡكِ وَأَغۡرَقۡنَا ٱلَّذِينَ كَذَّبُواْ بَِٔايَٰتِنَآۚ إِنَّهُمۡ كَانُواْ قَوۡمًا عَمِينَ64
Prophet Hud und sein Volk
65Und zu den 'Ad entsandten Wir ihren Bruder Hud. Er sagte: „O mein Volk! Dient Allah – ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein?“ 66Die ungläubigen Anführer seines Volkes erwiderten: „Wir sehen dich wahrlich als einen Toren an“ und „Wir halten dich wirklich für einen Lügner.“ 67Er erwiderte: „O mein Volk! Ich bin kein Tor! Sondern ich bin ein Gesandter vom Herrn der Welten, 68der euch die Botschaften meines Herrn überbringe und euch aufrichtig rate. 69Wundert ihr euch (denn), dass eine Ermahnung von eurem Herrn durch einen Mann aus euren eigenen Reihen zu euch gekommen ist, um euch zu warnen? Und gedenkt (daran), dass Er euch zu Nachfolgern nach dem Volk Nuhs gemacht und euch reichlich an Körperkraft verliehen hat. So gedenkt der Wohltaten Allahs, auf dass ihr erfolgreich seid.“ 70Sie sprachen: „Bist du zu uns gekommen, damit wir Allah allein anbeten und das verlassen, was unsere Väter anzubeten pflegten? So bring uns doch das, womit du uns drohst, wenn du zu den Wahrhaftigen gehörst!“ 71Er sprach: „Wahrlich, über euch ist bereits die Strafe und der Zorn eures Herrn fällig geworden. Wollt ihr mit mir über Namen streiten, die ihr und eure Väter benannt habt, wofür Allah keine Ermächtigung herabgesandt hat? So wartet ab! Ich warte mit euch ab.“ 72So retteten Wir ihn und diejenigen, die mit ihm waren, durch Unsere Barmherzigkeit und rotteten diejenigen aus, die Unsere Zeichen für Lüge erklärten und nicht gläubig waren.
وَإِلَىٰ عَادٍ أَخَاهُمۡ هُودٗاۚ قَالَ يَٰقَوۡمِ ٱعۡبُدُواْ ٱللَّهَ مَا لَكُم مِّنۡ إِلَٰهٍ غَيۡرُهُۥٓۚ أَفَلَا تَتَّقُونَ 65قَالَ ٱلۡمَلَأُ ٱلَّذِينَ كَفَرُواْ مِن قَوۡمِهِۦٓ إِنَّا لَنَرَىٰكَ فِي سَفَاهَةٖ وَإِنَّا لَنَظُنُّكَ مِنَ ٱلۡكَٰذِبِينَ 66قَالَ يَٰقَوۡمِ لَيۡسَ بِي سَفَاهَةٞ وَلَٰكِنِّي رَسُولٞ مِّن رَّبِّ ٱلۡعَٰلَمِينَ 67أُبَلِّغُكُمۡ رِسَٰلَٰتِ رَبِّي وَأَنَا۠ لَكُمۡ نَاصِحٌ أَمِينٌ 68أَوَعَجِبۡتُمۡ أَن جَآءَكُمۡ ذِكۡرٞ مِّن رَّبِّكُمۡ عَلَىٰ رَجُلٖ مِّنكُمۡ لِيُنذِرَكُمۡۚ وَٱذۡكُرُوٓاْ إِذۡ جَعَلَكُمۡ خُلَفَآءَ مِنۢ بَعۡدِ قَوۡمِ نُوحٖ وَزَادَكُمۡ فِي ٱلۡخَلۡقِ بَصۜۡطَةٗۖ فَٱذۡكُرُوٓاْ ءَالَآءَ ٱللَّهِ لَعَلَّكُمۡ تُفۡلِحُونَ 69قَالُوٓاْ أَجِئۡتَنَا لِنَعۡبُدَ ٱللَّهَ وَحۡدَهُۥ وَنَذَرَ مَا كَانَ يَعۡبُدُ ءَابَآؤُنَا فَأۡتِنَا بِمَا تَعِدُنَآ إِن كُنتَ مِنَ ٱلصَّٰدِقِينَ 70قَالَ قَدۡ وَقَعَ عَلَيۡكُم مِّن رَّبِّكُمۡ رِجۡسٞ وَغَضَبٌۖ أَتُجَٰدِلُونَنِي فِيٓ أَسۡمَآءٖ سَمَّيۡتُمُوهَآ أَنتُمۡ وَءَابَآؤُكُم مَّا نَزَّلَ ٱللَّهُ بِهَا مِن سُلۡطَٰنٖۚ فَٱنتَظِرُوٓاْ إِنِّي مَعَكُم مِّنَ ٱلۡمُنتَظِرِينَ 71فَأَنجَيۡنَٰهُ وَٱلَّذِينَ مَعَهُۥ بِرَحۡمَةٖ مِّنَّا وَقَطَعۡنَا دَابِرَ ٱلَّذِينَ كَذَّبُواْ بَِٔايَٰتِنَاۖ وَمَا كَانُواْ مُؤۡمِنِينَ72

PROPHET SALIH UND SEIN VOLK
73Und zu den Thamud entsandten Wir ihren Bruder Salih. Er sagte: „O mein Volk! Dient Allah – ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Ein klares Zeichen ist zu euch von eurem Herrn gekommen: Dies ist Allahs Kamelstute als Zeichen für euch. Lasst sie also frei auf Allahs Erde weiden und fügt ihr keinen Schaden zu, sonst wird euch eine schmerzhafte Strafe treffen.“ 74Und gedenkt, als Er euch nach den 'Ad zu Nachfolgern machte und euch im Land ansiedelte, sodass ihr auf seinen Ebenen Paläste bautet und in die Berge Häuser meißeltet. Gedenkt also stets der Wohltaten Allahs und verbreitet nicht Unheil auf der Erde.“ 75Die hochmütigen Führer seines Volkes fragten die Unterdrückten, die unter ihnen glaubten: „Seid ihr sicher, dass Salih von seinem Herrn gesandt worden ist?“ Sie antworteten: „Wir glauben wahrlich an das, womit er gesandt wurde.“ 76Die Hochmütigen sagten: „Wir verleugnen gewiss das, woran ihr glaubt.“ 77Dann töteten sie die Kamelstute – ungehorsam den Befehlen ihres Herrn – und forderten heraus: „O Salih! Bringe uns das, womit du uns drohst, wenn du wirklich ein Gesandter bist!“ 78Dann erfasste sie ein furchtbares Erdbeben, und sie fielen leblos in ihren Häusern. 79Da wandte er sich von ihnen ab und sagte: „O mein Volk! Ich habe euch bereits die Botschaft meines Herrn überbracht und euch aufrichtigen Rat gegeben, aber ihr liebtet die Ratgeber nicht.“
وَإِلَىٰ ثَمُودَ أَخَاهُمۡ صَٰلِحٗاۚ قَالَ يَٰقَوۡمِ ٱعۡبُدُواْ ٱللَّهَ مَا لَكُم مِّنۡ إِلَٰهٍ غَيۡرُهُۥۖ قَدۡ جَآءَتۡكُم بَيِّنَةٞ مِّن رَّبِّكُمۡۖ هَٰذِهِۦ نَاقَةُ ٱللَّهِ لَكُمۡ ءَايَةٗۖ فَذَرُوهَا تَأۡكُلۡ فِيٓ أَرۡضِ ٱللَّهِۖ وَلَا تَمَسُّوهَا بِسُوٓءٖ فَيَأۡخُذَكُمۡ عَذَابٌ أَلِيمٞ 73وَٱذۡكُرُوٓاْ إِذۡ جَعَلَكُمۡ خُلَفَآءَ مِنۢ بَعۡدِ عَادٖ وَبَوَّأَكُمۡ فِي ٱلۡأَرۡضِ تَتَّخِذُونَ مِن سُهُولِهَا قُصُورٗا وَتَنۡحِتُونَ ٱلۡجِبَالَ بُيُوتٗاۖ فَٱذۡكُرُوٓاْ ءَالَآءَ ٱللَّهِ وَلَا تَعۡثَوۡاْ فِي ٱلۡأَرۡضِ مُفۡسِدِينَ 74قَالَ ٱلۡمَلَأُ ٱلَّذِينَ ٱسۡتَكۡبَرُواْ مِن قَوۡمِهِۦ لِلَّذِينَ ٱسۡتُضۡعِفُواْ لِمَنۡ ءَامَنَ مِنۡهُمۡ أَتَعۡلَمُونَ أَنَّ صَٰلِحٗا مُّرۡسَلٞ مِّن رَّبِّهِۦۚ قَالُوٓاْ إِنَّا بِمَآ أُرۡسِلَ بِهِۦ مُؤۡمِنُونَ 75قَالَ ٱلَّذِينَ ٱسۡتَكۡبَرُوٓاْ إِنَّا بِٱلَّذِيٓ ءَامَنتُم بِهِۦ كَٰفِرُونَ 76فَعَقَرُواْ ٱلنَّاقَةَ وَعَتَوۡاْ عَنۡ أَمۡرِ رَبِّهِمۡ وَقَالُواْ يَٰصَٰلِحُ ٱئۡتِنَا بِمَا تَعِدُنَآ إِن كُنتَ مِنَ ٱلۡمُرۡسَلِينَ 77فَأَخَذَتۡهُمُ ٱلرَّجۡفَةُ فَأَصۡبَحُواْ فِي دَارِهِمۡ جَٰثِمِينَ 78فَتَوَلَّىٰ عَنۡهُمۡ وَقَالَ يَٰقَوۡمِ لَقَدۡ أَبۡلَغۡتُكُمۡ رِسَالَةَ رَبِّي وَنَصَحۡتُ لَكُمۡ وَلَٰكِن لَّا تُحِبُّونَ ٱلنَّٰصِحِينَ79
Prophet Lut und sein Volk
80Und (gedenke), als Lut zu den Männern seines Volkes sprach: „Wie könnt ihr eine solche schändliche Tat begehen, die noch niemand vor euch getan hat?" 81Ihr kommt zu Männern anstatt zu Frauen! Ja, ihr seid ein maßloses Volk. 82Die Antwort seines Volkes war nichts anderes, als zu sagen: „Vertreibt sie aus eurer Stadt! Sie sind ja Leute, die sich rein halten wollen!" 83Da retteten Wir ihn und seine Familie, außer seiner Frau, die zu den Zurückbleibenden gehörte. 84Und Wir ließen einen Regen auf sie niedergehen. So schau, wie das Ende der Übeltäter war!
وَلُوطًا إِذۡ قَالَ لِقَوۡمِهِۦٓ أَتَأۡتُونَ ٱلۡفَٰحِشَةَ مَا سَبَقَكُم بِهَا مِنۡ أَحَدٖ مِّنَ ٱلۡعَٰلَمِينَ 80إِنَّكُمۡ لَتَأۡتُونَ ٱلرِّجَالَ شَهۡوَةٗ مِّن دُونِ ٱلنِّسَآءِۚ بَلۡ أَنتُمۡ قَوۡمٞ مُّسۡرِفُونَ 81وَمَا كَانَ جَوَابَ قَوۡمِهِۦٓ إِلَّآ أَن قَالُوٓاْ أَخۡرِجُوهُم مِّن قَرۡيَتِكُمۡۖ إِنَّهُمۡ أُنَاسٞ يَتَطَهَّرُونَ 82فَأَنجَيۡنَٰهُ وَأَهۡلَهُۥٓ إِلَّا ٱمۡرَأَتَهُۥ كَانَتۡ مِنَ ٱلۡغَٰبِرِينَ 83وَأَمۡطَرۡنَا عَلَيۡهِم مَّطَرٗاۖ فَٱنظُرۡ كَيۡفَ كَانَ عَٰقِبَةُ ٱلۡمُجۡرِمِينَ84
Prophet Schu'aib und sein Volk
85Und zu den Leuten von Madian sandten Wir ihren Bruder Schu'aib. Er sagte: "O mein Volk! Dient Allah – ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Ein klarer Beweis ist bereits von eurem Herrn zu euch gekommen. So gebt volles Maß und Gewicht, betrügt die Menschen nicht um ihre Dinge und stiftet keine Verderbnis im Land, nachdem es in Ordnung gebracht worden ist. Dies ist besser für euch, wenn ihr nur glaubtet. 86Und lauert nicht auf jedem Weg, droht den Menschen und haltet diejenigen, die an Allah glauben, von Seinem Weg ab, indem ihr versucht, ihn krumm erscheinen zu lassen. Und gedenkt, als ihr wenige wart, da mehrte Er euch. Und seht, wie das Schicksal der Verderber war! 87Da nun ein Teil von euch an das glaubt, womit ich gesandt wurde, während ein anderer Teil sich weigert, so wartet, bis Allah zwischen uns richtet. Er ist der Beste der Richter." 88Die hochmütigen Führer seines Volkes sagten drohend: "O Schu'aib! Wir werden dich und diejenigen, die mit dir glauben, ganz gewiss aus unserem Land vertreiben, es sei denn, ihr kehrt zu unserem Glauben zurück." Er erwiderte: "Was! Auch wenn wir es hassen? 89Wir würden eine Lüge gegen Allah erdichten, wenn wir zu eurem Glauben zurückkehren würden, nachdem Allah uns davor gerettet hat. Es gibt für uns keine Möglichkeit, dorthin zurückzukehren, es sei denn, Allah – unser Herr – will dies. Unser Herr umfasst alles mit Wissen. Auf Allah vertrauen wir. Unser Herr! Richte zwischen uns und unserem Volk in Gerechtigkeit. Du bist der Beste der Richter." 90Die ungläubigen Führer seines Volkes warnten: „Wenn ihr Schu'aib folgt, werdet ihr ganz gewiss die Verlierer sein!“ 91Dann erfasste sie ein entsetzliches Erdbeben, und sie fielen leblos in ihren Häusern nieder. 92Diejenigen, die Schu'aib ablehnten, wurden vernichtet, als ob sie nie dort gelebt hätten. Diejenigen, die Schu'aib ablehnten, waren die wahren Verlierer. 93Da wandte er sich von ihnen ab und sagte: „O mein Volk! Ich habe euch bereits die Botschaften meines Herrn überbracht und euch aufrichtigen Rat erteilt. Wie sollte ich da Mitleid empfinden für ein Volk, das sich weigerte zu glauben?“
وَإِلَىٰ مَدۡيَنَ أَخَاهُمۡ شُعَيۡبٗاۚ قَالَ يَٰقَوۡمِ ٱعۡبُدُواْ ٱللَّهَ مَا لَكُم مِّنۡ إِلَٰهٍ غَيۡرُهُۥۖ قَدۡ جَآءَتۡكُم بَيِّنَةٞ مِّن رَّبِّكُمۡۖ فَأَوۡفُواْ ٱلۡكَيۡلَ وَٱلۡمِيزَانَ وَلَا تَبۡخَسُواْ ٱلنَّاسَ أَشۡيَآءَهُمۡ وَلَا تُفۡسِدُواْ فِي ٱلۡأَرۡضِ بَعۡدَ إِصۡلَٰحِهَاۚ ذَٰلِكُمۡ خَيۡرٞ لَّكُمۡ إِن كُنتُم مُّؤۡمِنِينَ 85وَلَا تَقۡعُدُواْ بِكُلِّ صِرَٰطٖ تُوعِدُونَ وَتَصُدُّونَ عَن سَبِيلِ ٱللَّهِ مَنۡ ءَامَنَ بِهِۦ وَتَبۡغُونَهَا عِوَجٗاۚ وَٱذۡكُرُوٓاْ إِذۡ كُنتُمۡ قَلِيلٗا فَكَثَّرَكُمۡۖ وَٱنظُرُواْ كَيۡفَ كَانَ عَٰقِبَةُ ٱلۡمُفۡسِدِينَ 86وَإِن كَانَ طَآئِفَةٞ مِّنكُمۡ ءَامَنُواْ بِٱلَّذِيٓ أُرۡسِلۡتُ بِهِۦ وَطَآئِفَةٞ لَّمۡ يُؤۡمِنُواْ فَٱصۡبِرُواْ حَتَّىٰ يَحۡكُمَ ٱللَّهُ بَيۡنَنَاۚ وَهُوَ خَيۡرُ ٱلۡحَٰكِمِينَ 87قَالَ ٱلۡمَلَأُ ٱلَّذِينَ ٱسۡتَكۡبَرُواْ مِن قَوۡمِهِۦ لَنُخۡرِجَنَّكَ يَٰشُعَيۡبُ وَٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ مَعَكَ مِن قَرۡيَتِنَآ أَوۡ لَتَعُودُنَّ فِي مِلَّتِنَاۚ قَالَ أَوَلَوۡ كُنَّا كَٰرِهِينَ 88قَدِ ٱفۡتَرَيۡنَا عَلَى ٱللَّهِ كَذِبًا إِنۡ عُدۡنَا فِي مِلَّتِكُم بَعۡدَ إِذۡ نَجَّىٰنَا ٱللَّهُ مِنۡهَاۚ وَمَا يَكُونُ لَنَآ أَن نَّعُودَ فِيهَآ إِلَّآ أَن يَشَآءَ ٱللَّهُ رَبُّنَاۚ وَسِعَ رَبُّنَا كُلَّ شَيۡءٍ عِلۡمًاۚ عَلَى ٱللَّهِ تَوَكَّلۡنَاۚ رَبَّنَا ٱفۡتَحۡ بَيۡنَنَا وَبَيۡنَ قَوۡمِنَا بِٱلۡحَقِّ وَأَنتَ خَيۡرُ ٱلۡفَٰتِحِينَ 89وَقَالَ ٱلۡمَلَأُ ٱلَّذِينَ كَفَرُواْ مِن قَوۡمِهِۦ لَئِنِ ٱتَّبَعۡتُمۡ شُعَيۡبًا إِنَّكُمۡ إِذٗا لَّخَٰسِرُونَ 90فَأَخَذَتۡهُمُ ٱلرَّجۡفَةُ فَأَصۡبَحُواْ فِي دَارِهِمۡ جَٰثِمِينَ 91ٱلَّذِينَ كَذَّبُواْ شُعَيۡبٗا كَأَن لَّمۡ يَغۡنَوۡاْ فِيهَاۚ ٱلَّذِينَ كَذَّبُواْ شُعَيۡبٗا كَانُواْ هُمُ ٱلۡخَٰسِرِينَ 92فَتَوَلَّىٰ عَنۡهُمۡ وَقَالَ يَٰقَوۡمِ لَقَدۡ أَبۡلَغۡتُكُمۡ رِسَٰلَٰتِ رَبِّي وَنَصَحۡتُ لَكُمۡۖ فَكَيۡفَ ءَاسَىٰ عَلَىٰ قَوۡمٖ كَٰفِرِينَ93
Verse 89: Das bedeutet, dass alles unter Allahs Kontrolle steht und nichts ohne Seine Erlaubnis geschehen kann.
Leugner sollten aus der Geschichte lernen
94Jedes Mal, wenn Wir einen Propheten in eine Gemeinschaft entsandten, prüften Wir ihr Volk mit Drangsal und Not, auf dass sie vielleicht demütig würden. 95Dann ersetzten Wir ihre Drangsal durch Wohlergehen, bis sie gediehen und (zu Unrecht) sagten: „Auch unsere Väter erlebten Gutes und Schlechtes.“ Da ergriffen Wir sie plötzlich, als sie es nicht erwarteten. 96Hätten die Bewohner jener Gemeinschaften geglaubt und Allah gefürchtet, so hätten Wir ihnen Segen vom Himmel und von der Erde reichlich zukommen lassen. Aber sie leugneten (die Wahrheit) weiterhin, so zerstörten Wir sie wegen dessen, was sie sich erworben hatten. 97Wähnten sich die Bewohner jener Gemeinschaften in Sicherheit davor, dass Unsere Strafe sie nicht bei Nacht ereilen würde, während sie schliefen? 98Oder wähnten sie sich in Sicherheit davor, dass Unsere Strafe sie nicht bei Tag ereilen würde, während sie sich vergnügten? 99Fühlten sie sich wirklich sicher vor Allahs Planung? Niemand fühlt sich sicher vor Allahs Planung außer den Verlierern. 100Ist es denn nicht klar für diejenigen, die das Land nach der Vernichtung seiner früheren Bewohner erben, dass Wir – wenn Wir wollen – auch sie für ihre Sünden bestrafen und ihre Herzen versiegeln könnten, sodass sie die Wahrheit nicht hören würden? 101Wir haben dir, o Prophet, einige der Geschichten jener Gemeinschaften erzählt. Ihre Gesandten kamen gewiss zu ihnen mit klaren Beweisen, dennoch wollten sie nicht an das glauben, was sie zuvor verworfen hatten. So versiegelt Allah die Herzen der Ungläubigen. 102Wir fanden, dass die meisten von ihnen ihre Versprechen nicht einhielten. Vielmehr fanden Wir die meisten von ihnen wirklich ungehorsam.
وَمَآ أَرۡسَلۡنَا فِي قَرۡيَةٖ مِّن نَّبِيٍّ إِلَّآ أَخَذۡنَآ أَهۡلَهَا بِٱلۡبَأۡسَآءِ وَٱلضَّرَّآءِ لَعَلَّهُمۡ يَضَّرَّعُونَ 94ثُمَّ بَدَّلۡنَا مَكَانَ ٱلسَّيِّئَةِ ٱلۡحَسَنَةَ حَتَّىٰ عَفَواْ وَّقَالُواْ قَدۡ مَسَّ ءَابَآءَنَا ٱلضَّرَّآءُ وَٱلسَّرَّآءُ فَأَخَذۡنَٰهُم بَغۡتَةٗ وَهُمۡ لَا يَشۡعُرُونَ 95وَلَوۡ أَنَّ أَهۡلَ ٱلۡقُرَىٰٓ ءَامَنُواْ وَٱتَّقَوۡاْ لَفَتَحۡنَا عَلَيۡهِم بَرَكَٰتٖ مِّنَ ٱلسَّمَآءِ وَٱلۡأَرۡضِ وَلَٰكِن كَذَّبُواْ فَأَخَذۡنَٰهُم بِمَا كَانُواْ يَكۡسِبُونَ 96أَفَأَمِنَ أَهۡلُ ٱلۡقُرَىٰٓ أَن يَأۡتِيَهُم بَأۡسُنَا بَيَٰتٗا وَهُمۡ نَآئِمُونَ 97أَوَ أَمِنَ أَهۡلُ ٱلۡقُرَىٰٓ أَن يَأۡتِيَهُم بَأۡسُنَا ضُحٗى وَهُمۡ يَلۡعَبُونَ 98أَفَأَمِنُواْ مَكۡرَ ٱللَّهِۚ فَلَا يَأۡمَنُ مَكۡرَ ٱللَّهِ إِلَّا ٱلۡقَوۡمُ ٱلۡخَٰسِرُونَ 99أَوَ لَمۡ يَهۡدِ لِلَّذِينَ يَرِثُونَ ٱلۡأَرۡضَ مِنۢ بَعۡدِ أَهۡلِهَآ أَن لَّوۡ نَشَآءُ أَصَبۡنَٰهُم بِذُنُوبِهِمۡۚ وَنَطۡبَعُ عَلَىٰ قُلُوبِهِمۡ فَهُمۡ لَا يَسۡمَعُونَ 100تِلۡكَ ٱلۡقُرَىٰ نَقُصُّ عَلَيۡكَ مِنۡ أَنۢبَآئِهَاۚ وَلَقَدۡ جَآءَتۡهُمۡ رُسُلُهُم بِٱلۡبَيِّنَٰتِ فَمَا كَانُواْ لِيُؤۡمِنُواْ بِمَا كَذَّبُواْ مِن قَبۡلُۚ كَذَٰلِكَ يَطۡبَعُ ٱللَّهُ عَلَىٰ قُلُوبِ ٱلۡكَٰفِرِينَ 101وَمَا وَجَدۡنَا لِأَكۡثَرِهِم مِّنۡ عَهۡدٖۖ وَإِن وَجَدۡنَآ أَكۡثَرَهُمۡ لَفَٰسِقِينَ102
Verse 95: Sie sahen schlechte Zeiten nicht als Strafe und gute Zeiten nicht als Prüfung an, mit der Begründung, dass das Leben immer seine Höhen und Tiefen hat.

WORDS OF WISDOM
Man könnte fragen: „Wenn die Kinder Israels zur Zeit Yusufs ein angenehmes Leben in Ägypten führten, warum wurden sie dann zur Zeit Musas misshandelt?“ Die Antwort könnte folgende sein (und Allah weiß es am besten):
Die Kinder Israels (Ya'qub) lebten etwa 400 Jahre lang zwischen der Zeit Yusufs und Musas in Ägypten. Zur Zeit Yusufs wurde Ägypten von den Hyksos-Eindringlingen regiert. Wie wir in Sure **12** sehen werden, wurde Yusuf zum Großwesir Ägyptens ernannt, und die Hyksos-Könige kümmerten sich gut um ihn und seine Familie.
Lange nach Yusuf konnten die Ägypter diese Eindringlinge vertreiben und begannen, die Kinder Israels zu unterdrücken, weil diese mit den Hyksos befreundet gewesen waren.
Ferner, wie wir in Sure **28** erwähnten, hatte der Pharao einen Traum, dass seine Herrschaft von einem Jungen zerstört werden würde, der unter den Kindern Israels geboren werden sollte. Deshalb behandelte er sie wie Sklaven, indem er ihre Söhne tötete und ihre Frauen am Leben ließ. {Imam Ibn Kathir}
Prophet Musa gegen die Zauberer des Pharao
103Danach sandten Wir Musa mit Unseren Zeichen zu Pharao und seinen Vornehmen, aber sie taten Unrecht, indem sie sie verwarfen. Siehe, was das Ende der Verderber war! 104Musa sprach: "O Pharao! Ich bin wahrlich ein Gesandter vom Herrn der Welten." 105Es ist mir auferlegt, über Allah nichts als die Wahrheit zu sagen. Ich bin zu euch gekommen mit einem klaren Beweis von eurem Herrn, so lass die Kinder Isra'ils mit mir ziehen. 106Pharao verlangte: "Wenn du mit einem Zeichen gekommen bist, dann zeige es uns, ob das, was du sagst, wahr ist." 107Da warf Musa seinen Stab nieder, und siehe da! Er wurde zu einer wirklichen Schlange. 108Dann zog er seine Hand aus seinem Kragen, und sie war strahlend weiß für alle sichtbar. 109Die Vornehmen von Pharaos Volk sagten: „Er ist wahrlich ein geschickter Zauberer, 110der euch aus eurem Land vertreiben will.“ Da fragte Pharao: „Was schlagt ihr vor?“ 111Sie erwiderten: „Gib ihm und seinem Bruder Aufschub, und entsende Boten in alle Städte, 112die dir jeden kundigen Zauberer bringen.“ 113Später kamen die Zauberer zu Pharao und sagten: „Werden wir wirklich einen angemessenen Lohn erhalten, wenn wir siegen?“ 114Er erwiderte: „Ja, und ihr werdet sogar zu meinen Nächsten gehören.“ 115Sie fragten: „O Musa! Wirst du werfen, oder sollen wir die Ersten sein, die werfen?“ 116Musa sagte: „Ihr zuerst.“ Als sie dann warfen, täuschten sie die Augen der Leute, versetzten sie in Schrecken und vollbrachten eine gewaltige Zauberei. 117Dann offenbarten Wir Musa: „Wirf deinen Stab hinab,“ und – siehe da! – er verschlang die Objekte ihrer Täuschung! 118So siegte die Wahrheit, und ihre Täuschung scheiterte. 119Und so wurden Pharao und sein Volk dort besiegt und gedemütigt, 120Da warfen sich die Zauberer auf die Knie. 121Sie sprachen: „Wir glauben nun an den Herrn der Welten, 122den Herrn Musas und Haruns.“ 123Pharao drohte: „Wie wagt ihr es, an ihn zu glauben, bevor ich euch die Erlaubnis dazu erteile? Dies muss ein böser Plan sein, den ihr in der Stadt geschmiedet habt, um ihre Bewohner zu vertreiben, doch bald werdet ihr es sehen.“ 124„Ich werde euch ganz gewiss Hände und Füße wechselseitig abschneiden und euch dann allesamt kreuzigen.“ 125Sie erwiderten: „Wir werden zu unserem Herrn zurückkehren.“ 126„Du bist nur zornig auf uns, einfach weil wir an die Zeichen unseres Herrn glaubten, als sie zu uns kamen. O unser Herr! Gieße Geduld über uns aus und lass uns als Ergebene sterben.“
ثُمَّ بَعَثۡنَا مِنۢ بَعۡدِهِم مُّوسَىٰ بَِٔايَٰتِنَآ إِلَىٰ فِرۡعَوۡنَ وَمَلَإِيْهِۦ فَظَلَمُواْ بِهَاۖ فَٱنظُرۡ كَيۡفَ كَانَ عَٰقِبَةُ ٱلۡمُفۡسِدِينَ 103وَقَالَ مُوسَىٰ يَٰفِرۡعَوۡنُ إِنِّي رَسُولٞ مِّن رَّبِّ ٱلۡعَٰلَمِينَ 104حَقِيقٌ عَلَىٰٓ أَن لَّآ أَقُولَ عَلَى ٱللَّهِ إِلَّا ٱلۡحَقَّۚ قَدۡ جِئۡتُكُم بِبَيِّنَةٖ مِّن رَّبِّكُمۡ فَأَرۡسِلۡ مَعِيَ بَنِيٓ إِسۡرَٰٓءِيلَ 105قَالَ إِن كُنتَ جِئۡتَ بَِٔايَةٖ فَأۡتِ بِهَآ إِن كُنتَ مِنَ ٱلصَّٰدِقِينَ 106فَأَلۡقَىٰ عَصَاهُ فَإِذَا هِيَ ثُعۡبَانٞ مُّبِينٞ 107وَنَزَعَ يَدَهُۥ فَإِذَا هِيَ بَيۡضَآءُ لِلنَّٰظِرِينَ 108قَالَ ٱلۡمَلَأُ مِن قَوۡمِ فِرۡعَوۡنَ إِنَّ هَٰذَا لَسَٰحِرٌ عَلِيمٞ 109يُرِيدُ أَن يُخۡرِجَكُم مِّنۡ أَرۡضِكُمۡۖ فَمَاذَا تَأۡمُرُونَ 110قَالُوٓاْ أَرۡجِهۡ وَأَخَاهُ وَأَرۡسِلۡ فِي ٱلۡمَدَآئِنِ حَٰشِرِينَ 111يَأۡتُوكَ بِكُلِّ سَٰحِرٍ عَلِيم 112وَجَآءَ ٱلسَّحَرَةُ فِرۡعَوۡنَ قَالُوٓاْ إِنَّ لَنَا لَأَجۡرًا إِن كُنَّا نَحۡنُ ٱلۡغَٰلِبِينَ 113قَالَ نَعَمۡ وَإِنَّكُمۡ لَمِنَ ٱلۡمُقَرَّبِينَ 114قَالُواْ يَٰمُوسَىٰٓ إِمَّآ أَن تُلۡقِيَ وَإِمَّآ أَن نَّكُونَ نَحۡنُ ٱلۡمُلۡقِينَ 115قَالَ أَلۡقُواْۖ فَلَمَّآ أَلۡقَوۡاْ سَحَرُوٓاْ أَعۡيُنَ ٱلنَّاسِ وَٱسۡتَرۡهَبُوهُمۡ وَجَآءُو بِسِحۡرٍ عَظِيم 116وَأَوۡحَيۡنَآ إِلَىٰ مُوسَىٰٓ أَنۡ أَلۡقِ عَصَاكَۖ فَإِذَا هِيَ تَلۡقَفُ مَا يَأۡفِكُونَ 117فَوَقَعَ ٱلۡحَقُّ وَبَطَلَ مَا كَانُواْ يَعۡمَلُونَ 118فَغُلِبُواْ هُنَالِكَ وَٱنقَلَبُواْ صَٰغِرِينَ 119وَأُلۡقِيَ ٱلسَّحَرَةُ سَٰجِدِينَ 120قَالُوٓاْ ءَامَنَّا بِرَبِّ ٱلۡعَٰلَمِينَ 121رَبِّ مُوسَىٰ وَهَٰرُونَ 122قَالَ فِرۡعَوۡنُ ءَامَنتُم بِهِۦ قَبۡلَ أَنۡ ءَاذَنَ لَكُمۡۖ إِنَّ هَٰذَا لَمَكۡرٞ مَّكَرۡتُمُوهُ فِي ٱلۡمَدِينَةِ لِتُخۡرِجُواْ مِنۡهَآ أَهۡلَهَاۖ فَسَوۡفَ تَعۡلَمُونَ 123لَأُقَطِّعَنَّ أَيۡدِيَكُمۡ وَأَرۡجُلَكُم مِّنۡ خِلَٰفٖ ثُمَّ لَأُصَلِّبَنَّكُمۡ أَجۡمَعِينَ 124قَالُوٓاْ إِنَّآ إِلَىٰ رَبِّنَا مُنقَلِبُونَ 125وَمَا تَنقِمُ مِنَّآ إِلَّآ أَنۡ ءَامَنَّا بَِٔايَٰتِ رَبِّنَا لَمَّا جَآءَتۡنَاۚ رَبَّنَآ أَفۡرِغۡ عَلَيۡنَا صَبۡرٗا وَتَوَفَّنَا مُسۡلِمِينَ126
Verse 108: 14, Musa war dunkelhäutig. Als er seine Hand unter seine Achsel steckte und sie dann herauszog, begann sie weiß zu leuchten. Das war eines seiner Wunder.
Verse 126: 15. Als Muslime.

Ägypten bestraft wegen Pharaos Unterdrückung
127Die Vornehmen aus Pharaos Volk sagten: „Willlst du zulassen, dass Musa und sein Volk im Land Unheil stiften und dich und deine Götter verlassen?“ Er erwiderte: „Wir werden ihre Söhne töten und ihre Frauen am Leben lassen. Wir werden sie völlig unterwerfen.“ 128Musa sagte zu seinem Volk: „Sucht Allahs Hilfe und seid standhaft. Gewiss, die Erde gehört Allah allein. Er vererbt sie, wem Er will von Seinen Dienern. Und das (gute) Ende gehört den Gottesfürchtigen.“ 129Sie sagten: „Uns wurde Leid zugefügt, bevor du zu uns kamst und nachdem du zu uns kamst.“ Er erwiderte: „Vielleicht wird euer Herr euren Feind vernichten und euch zu Nachfolgern im Land machen, um zu sehen, wie ihr handeln werdet.“ 130Und Wir erfassten die Leute Pharaos mit Dürrejahren und Mangel an Früchten, damit sie sich vielleicht ermahnen ließen. 131Wenn ihnen Gutes widerfuhr, sagten sie: „Das steht uns zu.“ Wenn ihnen aber Schlechtes widerfuhr, schrieben sie es Musa und denjenigen, die mit ihm waren, als böses Omen zu. Ihr Geschick ist doch bei Allah, aber die meisten von ihnen wussten es nicht. 132Sie sagten: "Wir werden dir niemals glauben, gleichgültig welches 'Zeichen' du uns bringst, um uns zu täuschen." 133Da sandten Wir über sie die Flut, die Heuschrecken, die Läuse, die Frösche und das Blut – als deutliche Zeichen, eines nach dem anderen. Doch sie blieben hochmütig und waren ein frevlerisches Volk. 134Jedes Mal, wenn sie ein Unglück befiel, riefen sie: "O Musa! Bete zu deinem Herrn für uns, aufgrund dessen, was Er dir versprochen hat. Wenn du dieses Unglück von uns nimmst, werden wir dir ganz gewiss glauben und die Kinder Isra'ils mit dir ziehen lassen." 135Doch sobald Wir ihr Unglück beseitigt hatten – bis zu einer bestimmten Frist, die sie erreichen sollten – brachen sie ihr Versprechen. 136Da ereilten Wir sie mit Strafe, indem Wir sie im Meer ertränkten, weil sie Unsere Zeichen leugneten und ihnen gegenüber gleichgültig waren. 137Und Wir ließen das unterdrückte Volk die östlichen und westlichen Landesteile erben, die Wir gesegnet hatten. Und so erfüllte sich die gute Verheißung deines Herrn an die Kinder Isra'ils, weil sie standhaft gewesen waren. Und Wir zerstörten, was Pharao und sein Volk gewirkt und was sie errichtet hatten.
وَقَالَ ٱلۡمَلَأُ مِن قَوۡمِ فِرۡعَوۡنَ أَتَذَرُ مُوسَىٰ وَقَوۡمَهُۥ لِيُفۡسِدُواْ فِي ٱلۡأَرۡضِ وَيَذَرَكَ وَءَالِهَتَكَۚ قَالَ سَنُقَتِّلُ أَبۡنَآءَهُمۡ وَنَسۡتَحۡيِۦ نِسَآءَهُمۡ وَإِنَّا فَوۡقَهُمۡ قَٰهِرُونَ 127قَالَ مُوسَىٰ لِقَوۡمِهِ ٱسۡتَعِينُواْ بِٱللَّهِ وَٱصۡبِرُوٓاْۖ إِنَّ ٱلۡأَرۡضَ لِلَّهِ يُورِثُهَا مَن يَشَآءُ مِنۡ عِبَادِهِۦۖ وَٱلۡعَٰقِبَةُ لِلۡمُتَّقِينَ 128قَالُوٓاْ أُوذِينَا مِن قَبۡلِ أَن تَأۡتِيَنَا وَمِنۢ بَعۡدِ مَا جِئۡتَنَاۚ قَالَ عَسَىٰ رَبُّكُمۡ أَن يُهۡلِكَ عَدُوَّكُمۡ وَيَسۡتَخۡلِفَكُمۡ فِي ٱلۡأَرۡضِ فَيَنظُرَ كَيۡفَ تَعۡمَلُونَ 129وَلَقَدۡ أَخَذۡنَآ ءَالَ فِرۡعَوۡنَ بِٱلسِّنِينَ وَنَقۡصٖ مِّنَ ٱلثَّمَرَٰتِ لَعَلَّهُمۡ يَذَّكَّرُونَ 130فَإِذَا جَآءَتۡهُمُ ٱلۡحَسَنَةُ قَالُواْ لَنَا هَٰذِهِۦۖ وَإِن تُصِبۡهُمۡ سَيِّئَةٞ يَطَّيَّرُواْ بِمُوسَىٰ وَمَن مَّعَهُۥٓۗ أَلَآ إِنَّمَا طَٰٓئِرُهُمۡ عِندَ ٱللَّهِ وَلَٰكِنَّ أَكۡثَرَهُمۡ لَا يَعۡلَمُونَ 131وَقَالُواْ مَهۡمَا تَأۡتِنَا بِهِۦ مِنۡ ءَايَةٖ لِّتَسۡحَرَنَا بِهَا فَمَا نَحۡنُ لَكَ بِمُؤۡمِنِينَ 132فَأَرۡسَلۡنَا عَلَيۡهِمُ ٱلطُّوفَانَ وَٱلۡجَرَادَ وَٱلۡقُمَّلَ وَٱلضَّفَادِعَ وَٱلدَّمَ ءَايَٰتٖ مُّفَصَّلَٰتٖ فَٱسۡتَكۡبَرُواْ وَكَانُواْ قَوۡمٗا مُّجۡرِمِينَ 133وَلَمَّا وَقَعَ عَلَيۡهِمُ ٱلرِّجۡزُ قَالُواْ يَٰمُوسَى ٱدۡعُ لَنَا رَبَّكَ بِمَا عَهِدَ عِندَكَۖ لَئِن كَشَفۡتَ عَنَّا ٱلرِّجۡزَ لَنُؤۡمِنَنَّ لَكَ وَلَنُرۡسِلَنَّ مَعَكَ بَنِيٓ إِسۡرَٰٓءِيلَ 134فَلَمَّا كَشَفۡنَا عَنۡهُمُ ٱلرِّجۡزَ إِلَىٰٓ أَجَلٍ هُم بَٰلِغُوهُ إِذَا هُمۡ يَنكُثُونَ 135فَٱنتَقَمۡنَا مِنۡهُمۡ فَأَغۡرَقۡنَٰهُمۡ فِي ٱلۡيَمِّ بِأَنَّهُمۡ كَذَّبُواْ بَِٔايَٰتِنَا وَكَانُواْ عَنۡهَا غَٰفِلِينَ 136وَأَوۡرَثۡنَا ٱلۡقَوۡمَ ٱلَّذِينَ كَانُواْ يُسۡتَضۡعَفُونَ مَشَٰرِقَ ٱلۡأَرۡضِ وَمَغَٰرِبَهَا ٱلَّتِي بَٰرَكۡنَا فِيهَاۖ وَتَمَّتۡ كَلِمَتُ رَبِّكَ ٱلۡحُسۡنَىٰ عَلَىٰ بَنِيٓ إِسۡرَٰٓءِيلَ بِمَا صَبَرُواْۖ وَدَمَّرۡنَا مَا كَانَ يَصۡنَعُ فِرۡعَوۡنُ وَقَوۡمُهُۥ وَمَا كَانُواْ يَعۡرِشُونَ137
Verse 127: wie sie es taten vor der Geburt von Musa
Verse 134: Gemeint ist Allahs Bund mit dir, als Er dich zum Propheten machte.
Verse 135: 18. Ertrinken im Meer.
Musas Volk fordert einen Götzen
138Wir führten die Kinder Israels durch das Meer, und sie trafen auf ein Volk, das Götzen anbetete. Sie verlangten: „O Musa! Mache uns einen Gott wie ihre Götter.“ Er erwiderte: „Was! Ihr seid wirklich ein unwissendes Volk!“ 139Was sie verehren, wird zerfallen, und was sie tun, wird zunichtewerden. 140Er fügte hinzu: „Wie sollte ich euch einen Gott suchen außer Allah, wo Er euch doch vor allen anderen ausgezeichnet hat?“ 141Und (erinnert euch), als Wir euch vor den Leuten Pharaos retteten, die euch eine schreckliche Pein zufügten – indem sie eure Söhne abschlachteten und eure Frauen verschonten. Das war eine schwere Prüfung von eurem Herrn.
وَجَٰوَزۡنَا بِبَنِيٓ إِسۡرَٰٓءِيلَ ٱلۡبَحۡرَ فَأَتَوۡاْ عَلَىٰ قَوۡمٖ يَعۡكُفُونَ عَلَىٰٓ أَصۡنَامٖ لَّهُمۡۚ قَالُواْ يَٰمُوسَى ٱجۡعَل لَّنَآ إِلَٰهٗا كَمَا لَهُمۡ ءَالِهَةٞۚ قَالَ إِنَّكُمۡ قَوۡمٞ تَجۡهَلُونَ 138إِنَّ هَٰٓؤُلَآءِ مُتَبَّرٞ مَّا هُمۡ فِيهِ وَبَٰطِلٞ مَّا كَانُواْ يَعۡمَلُونَ 139قَالَ أَغَيۡرَ ٱللَّهِ أَبۡغِيكُمۡ إِلَٰهٗا وَهُوَ فَضَّلَكُمۡ عَلَى ٱلۡعَٰلَمِينَ 140وَإِذۡ أَنجَيۡنَٰكُم مِّنۡ ءَالِ فِرۡعَوۡنَ يَسُومُونَكُمۡ سُوٓءَ ٱلۡعَذَابِ يُقَتِّلُونَ أَبۡنَآءَكُمۡ وَيَسۡتَحۡيُونَ نِسَآءَكُمۡۚ وَفِي ذَٰلِكُم بَلَآءٞ مِّن رَّبِّكُمۡ عَظِيمٞ141
Musas Begegnung mit Allah
142Wir setzten für Musa dreißig Nächte fest, dann weitere zehn, womit die Zeit seines Herrn von vierzig Nächten vollendet wurde. Davor sagte Musa zu seinem Bruder Harun: „Vertritt mich bei meinem Volk, handle recht und folge nicht dem Weg der Verderber.“ 143Als Musa zur 'festgesetzten Zeit' kam und sein Herr zu ihm sprach, fragte er: „Mein Herr! Zeige Dich mir, damit ich Dich sehen kann.“ Allah antwortete: „Du kannst Mich nicht sehen! Doch schau auf diesen Berg: Wenn er fest an seinem Platz bleibt, dann wirst du Mich sehen können.“ Als sein Herr dem Berg erschien, zerfiel dieser zu Staub, und Musa brach zusammen und verlor das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kam, rief er: „Preis sei Dir! Ich bereue Dir gegenüber, und ich bin der erste der Gläubigen.“ 144Allah sagte: „O Musa! Ich habe dich bereits vor allen anderen durch Meine Botschaft und Mein Sprechen mit dir geehrt. So halte fest an dem, was Ich dir gegeben habe, und sei dankbar.“ 145Wir schrieben für ihn auf den Tafeln allgemeine Richtlinien – Regeln und Erklärungen aller Dinge. Wir befahlen: „Nimm dies ernst, und fordere dein Volk auf, seinen ausgezeichneten Lehren zu folgen. Ich werde euch allen das Schicksal derer zeigen, die außer Kontrolle geraten sind.“ 146Ich werde von Meinen Zeichen diejenigen abwenden, die sich im Lande ohne Recht hochmütig verhalten. Und selbst wenn sie jedes Zeichen sähen, würden sie dennoch nicht daran glauben. Wenn sie den rechten Weg sehen, nehmen sie ihn nicht. Doch wenn sie einen krummen Weg sehen, folgen sie ihm. Dies, weil sie Unsere Zeichen leugneten und sich nicht um sie kümmerten. 147Diejenigen, die Unsere Zeichen und die Begegnung mit Allah im Jenseits leugnen, deren Taten werden zunichte gemacht. Ist das nicht die Vergeltung für das, was sie getan haben?
۞ وَوَٰعَدۡنَا مُوسَىٰ ثَلَٰثِينَ لَيۡلَةٗ وَأَتۡمَمۡنَٰهَا بِعَشۡرٖ فَتَمَّ مِيقَٰتُ رَبِّهِۦٓ أَرۡبَعِينَ لَيۡلَةٗۚ وَقَالَ مُوسَىٰ لِأَخِيهِ هَٰرُونَ ٱخۡلُفۡنِي فِي قَوۡمِي وَأَصۡلِحۡ وَلَا تَتَّبِعۡ سَبِيلَ ٱلۡمُفۡسِدِينَ 142وَلَمَّا جَآءَ مُوسَىٰ لِمِيقَٰتِنَا وَكَلَّمَهُۥ رَبُّهُۥ قَالَ رَبِّ أَرِنِيٓ أَنظُرۡ إِلَيۡكَۚ قَالَ لَن تَرَىٰنِي وَلَٰكِنِ ٱنظُرۡ إِلَى ٱلۡجَبَلِ فَإِنِ ٱسۡتَقَرَّ مَكَانَهُۥ فَسَوۡفَ تَرَىٰنِيۚ فَلَمَّا تَجَلَّىٰ رَبُّهُۥ لِلۡجَبَلِ جَعَلَهُۥ دَكّٗا وَخَرَّ مُوسَىٰ صَعِقٗاۚ فَلَمَّآ أَفَاقَ قَالَ سُبۡحَٰنَكَ تُبۡتُ إِلَيۡكَ وَأَنَا۠ أَوَّلُ ٱلۡمُؤۡمِنِينَ 143قَالَ يَٰمُوسَىٰٓ إِنِّي ٱصۡطَفَيۡتُكَ عَلَى ٱلنَّاسِ بِرِسَٰلَٰتِي وَبِكَلَٰمِي فَخُذۡ مَآ ءَاتَيۡتُكَ وَكُن مِّنَ ٱلشَّٰكِرِينَ 144وَكَتَبۡنَا لَهُۥ فِي ٱلۡأَلۡوَاحِ مِن كُلِّ شَيۡءٖ مَّوۡعِظَةٗ وَتَفۡصِيلٗا لِّكُلِّ شَيۡءٖ فَخُذۡهَا بِقُوَّةٖ وَأۡمُرۡ قَوۡمَكَ يَأۡخُذُواْ بِأَحۡسَنِهَاۚ سَأُوْرِيكُمۡ دَارَ ٱلۡفَٰسِقِينَ 145سَأَصۡرِفُ عَنۡ ءَايَٰتِيَ ٱلَّذِينَ يَتَكَبَّرُونَ فِي ٱلۡأَرۡضِ بِغَيۡرِ ٱلۡحَقِّ وَإِن يَرَوۡاْ كُلَّ ءَايَةٖ لَّا يُؤۡمِنُواْ بِهَا وَإِن يَرَوۡاْ سَبِيلَ ٱلرُّشۡدِ لَا يَتَّخِذُوهُ سَبِيلٗا وَإِن يَرَوۡاْ سَبِيلَ ٱلۡغَيِّ يَتَّخِذُوهُ سَبِيلٗاۚ ذَٰلِكَ بِأَنَّهُمۡ كَذَّبُواْ بَِٔايَٰتِنَا وَكَانُواْ عَنۡهَا غَٰفِلِينَ 146وَٱلَّذِينَ كَذَّبُواْ بَِٔايَٰتِنَا وَلِقَآءِ ٱلۡأٓخِرَةِ حَبِطَتۡ أَعۡمَٰلُهُمۡۚ هَلۡ يُجۡزَوۡنَ إِلَّا مَا كَانُواْ يَعۡمَلُونَ147
Verse 143: 9. Nach den 40 Tagen der Anbetung.
Verse 145: 20. Die Schriften, die Musa von Allah empfing und die wichtige Gesetze für sein Volk enthielten. 21 darunter, was richtig und was falsch ist, die Beziehung eines Menschen


WORDS OF WISDOM
Jemand mag fragen: „Warum beteten die Leute Musas das goldene Kalb an?“ Die Kinder Isra'ils lebten etwa vier Jahrhunderte lang in Ägypten. Einige von ihnen wurden von den bösen Praktiken der Leute des Pharao beeinflusst, einschließlich des Götzenkultes. Da die Leute Musas wie Sklaven behandelt wurden, sahen einige zu den Göttern ihrer ägyptischen Herren auf. Deshalb baten sie Musa, sobald Allah sie aus Ägypten gerettet hatte, ihnen einen Götzen zu machen. Gemäß den Versen 138-140 forderten sie einen Götzen, als sie an einigen Leuten vorbeikamen, die Götzen in Kuhform anbeteten. Später nutzte der Samiri Musas Abwesenheit aus und fertigte ihnen ein goldenes Kalb an, das sie als Anbetungsobjekt nahmen. (Imam Ibn 'Ashur)

WORDS OF WISDOM
Jemand könnte fragen: „Uns wurde in Sure 4 gesagt, dass der Koran widerspruchsfrei ist. Wie kommt es, dass Harun in Vers 7:150 eine andere Antwort gab als die, die er in 20:94 gab?“ Wie bereits früher in dieser Sure erwähnt, müssen wir, um ein vollständiges Bild eines bestimmten Themas (sagen wir, das Leben Musas oder die Freuden des Paradieses [Jannah]) zu erhalten, alle Details zu diesem Thema in verschiedenen Suren lesen. Laut Imam Ibn Ashur gab Harun insgesamt 2 Gründe an, warum er sein Volk nicht zwang, die Anbetung des Kalbes einzustellen: 1. Er fürchtete, dass die Leute ihn töten würden (7:150). 2. Er fürchtete, dass die Leute sich spalten und untereinander kämpfen würden, wenn er getötet würde (20:94). Die beiden Informationen ergänzen sich also tatsächlich und laufen auf eines hinaus: seinen Wunsch, die Einheit unter seinem Volk zu bewahren.
Die Prüfung des Goldenen Kalbes
148In Musas Abwesenheit machte sein Volk aus ihrem Goldschmuck ein Götzenbild, das die Gestalt eines Kalbes hatte und muhte. Sahen sie denn nicht, dass es nicht zu ihnen sprechen oder sie in irgendeiner Weise leiten konnte? Dennoch nahmen sie es sich zum Gott und handelten dabei entsetzlich falsch. 149Später, als sie von Reue erfüllt waren und erkannten, dass sie irregegangen waren, riefen sie: „Wenn unser Herr sich unser nicht erbarmt und uns nicht vergibt, werden wir ganz gewiss zu den Verlierern gehören.“ 150Früher, als Musa zu seinem Volk zurückkehrte, äußerst zornig und enttäuscht, sagte er: „Was für ein Übel habt ihr in meiner Abwesenheit getan! Wart ihr so begierig auf die Strafe eures Herrn?“ Dann warf er die Tafeln nieder und zog seinen Bruder an den Haaren zu sich heran. Harun erwiderte: „O Sohn meiner Mutter! Dieses Volk überwältigte mich zahlenmäßig und war drauf und dran, mich zu töten. So gib meinen Feinden keinen Grund zur Freude und zähle mich nicht zu den Ungerechten.“ 151Musa betete: „Mein Herr! Vergib mir und meinem Bruder und lasse uns in Deine Barmherzigkeit eingehen. Du bist der Barmherzigste der Barmherzigen.“ 152Diejenigen, die das 'goldene' Kalb anbeteten, wird der Zorn ihres Herrn treffen sowie Schande in diesem Leben. So vergelten Wir denen, die Lügen ersinnen. 153Und diejenigen, die schlechte Taten begehen und danach bereuen und glauben, so ist dein Herr wahrlich danach Allvergebend und Barmherzig.
وَٱتَّخَذَ قَوۡمُ مُوسَىٰ مِنۢ بَعۡدِهِۦ مِنۡ حُلِيِّهِمۡ عِجۡلٗا جَسَدٗا لَّهُۥ خُوَارٌۚ أَلَمۡ يَرَوۡاْ أَنَّهُۥ لَا يُكَلِّمُهُمۡ وَلَا يَهۡدِيهِمۡ سَبِيلًاۘ ٱتَّخَذُوهُ وَكَانُواْ ظَٰلِمِينَ 148وَلَمَّا سُقِطَ فِيٓ أَيۡدِيهِمۡ وَرَأَوۡاْ أَنَّهُمۡ قَدۡ ضَلُّواْ قَالُواْ لَئِن لَّمۡ يَرۡحَمۡنَا رَبُّنَا وَيَغۡفِرۡ لَنَا لَنَكُونَنَّ مِنَ ٱلۡخَٰسِرِينَ 149وَلَمَّا رَجَعَ مُوسَىٰٓ إِلَىٰ قَوۡمِهِۦ غَضۡبَٰنَ أَسِفٗا قَالَ بِئۡسَمَا خَلَفۡتُمُونِي مِنۢ بَعۡدِيٓۖ أَعَجِلۡتُمۡ أَمۡرَ رَبِّكُمۡۖ وَأَلۡقَى ٱلۡأَلۡوَاحَ وَأَخَذَ بِرَأۡسِ أَخِيهِ يَجُرُّهُۥٓ إِلَيۡهِۚ قَالَ ٱبۡنَ أُمَّ إِنَّ ٱلۡقَوۡمَ ٱسۡتَضۡعَفُونِي وَكَادُواْ يَقۡتُلُونَنِي فَلَا تُشۡمِتۡ بِيَ ٱلۡأَعۡدَآءَ وَلَا تَجۡعَلۡنِي مَعَ ٱلۡقَوۡمِ ٱلظَّٰلِمِينَ 150قَالَ رَبِّ ٱغۡفِرۡ لِي وَلِأَخِي وَأَدۡخِلۡنَا فِي رَحۡمَتِكَۖ وَأَنتَ أَرۡحَمُ ٱلرَّٰحِمِينَ 151إِنَّ ٱلَّذِينَ ٱتَّخَذُواْ ٱلۡعِجۡلَ سَيَنَالُهُمۡ غَضَبٞ مِّن رَّبِّهِمۡ وَذِلَّةٞ فِي ٱلۡحَيَوٰةِ ٱلدُّنۡيَاۚ وَكَذَٰلِكَ نَجۡزِي ٱلۡمُفۡتَرِينَ 152وَٱلَّذِينَ عَمِلُواْ ٱلسَّئَِّاتِ ثُمَّ تَابُواْ مِنۢ بَعۡدِهَا وَءَامَنُوٓاْ إِنَّ رَبَّكَ مِنۢ بَعۡدِهَا لَغَفُورٞ رَّحِيمٞ153
Verse 148: Der Schmuck, den sie sich von ihren ägyptischen Nachbarn geliehen hatten, bevor sie Ägypten verließen.
Verse 150: 24. Musa war sehr zornig, daher beruhigte Harun ihn auf diese Weise, indem er ihn daran erinnerte, dass sie aus demselben Schoß stammten und von derselben Mutter gestillt wurden.

WORDS OF WISDOM
Der folgende Abschnitt spricht über den Propheten, der als Barmherzigkeit für die ganze Welt kam. Juden und Christen sind eingeladen, an ihn als den letzten Propheten zu glauben. Obwohl ihre Bücher im Laufe der Jahrhunderte verfälscht wurden, können sie immer noch einige Hinweise auf ihn in diesen Büchern finden.
Muslimische Gelehrte zitieren Passagen aus der Bibel als Beispiele für diese Verweise (darunter Deuteronomium 18:15-18 & 33:2, Jesaja 42 und Johannes 14:16). Bibelgelehrte erklären diese Passagen jedoch anders.
Laut Imam Al-Qurtubi hatten die Juden viele strenge Regeln und Praktiken. Zum Beispiel war es ihnen nicht erlaubt, am Sabbat (Samstags) zu arbeiten, viele ihrer Vergehen waren mit dem Tode bestraft (einschließlich der Verletzung des Sabbats und unbeabsichtigter Tötung), einige gute Speisen waren ihnen verboten, und es war für ihre Sünder äußerst schwierig, Allahs Vergebung zu erlangen. Basierend auf Vers 157 kam der Prophet, um ihnen die Dinge zu erleichtern und sie von diesen Lasten zu befreien.

WORDS OF WISDOM
Man könnte fragen: „Wäre es nicht schön gewesen, wenn der Prophet lesen und schreiben gekonnt hätte?“ Gemäß Vers 29:48 konnte der Prophet weder lesen noch schreiben. Hätte er es gekonnt, hätten die Götzendiener gesagt: „Er muss diesen Koran aus anderen heiligen Büchern abgeschrieben haben.“ Auch wenn einige der heutigen Leugner wissenschaftliche Fakten lesen, die vom Propheten erwähnt wurden, würden sie argumentieren: „Er hat es wahrscheinlich irgendwo gelesen“, obwohl diese Fakten damals noch nicht bekannt waren.
Zum Beispiel:

WORDS OF WISDOM
Jemand könnte fragen: „Wenn das, was Sie sagen, wahr ist, wie kommt es dann, dass der Prophet einigen Leuten befahl, Kamelurin zu trinken?“ Um diese Frage zu beantworten, betrachten wir die folgenden Punkte: Der Prophet befahl diesen Leuten nicht, es wie Kaffee zu trinken. Sie waren an einer Magenkrankheit erkrankt, und er befahl ihnen, zur Heilung die Milch und den Urin bestimmter Kamele (die mit bestimmten Pflanzen gefüttert wurden) zu trinken, und diese kranken Menschen genasen tatsächlich. (Imam Al-Bukhari & Imam Muslim)
Apropos Kaffee, hier ist eine interessante Tatsache für Sie. Die zwei teuersten Sorten der Welt sind: 1) Black Ivory Kaffee (2.500 $ pro kg), der in Thailand aus Bohnen hergestellt wird, die von Elefanten verdaut und aus deren Exkrementen gesammelt werden. 2) Kopi Luwak Kaffee (1.300 $ pro kg), der in Indonesien aus Bohnen hergestellt wird, die von Zibetkatzen verdaut werden. (CEO Magazine: https://bit.ly/3WWE5S8)
Tierurin wird international für medizinische Zwecke verwendet. Zum Beispiel wird ein Medikament namens PMU aus dem Urin trächtiger Stuten hergestellt und von Pfizer (New York, USA), einem der größten Pharmaunternehmen der Welt, produziert.

Die Prüfung des Glaubens
154Als Musas Zorn verflogen war, nahm er die Tafeln auf, die Rechtleitung und Barmherzigkeit enthielten für diejenigen, die ihren Herrn ehren. 155Musa wählte siebzig Männer aus seinem Volk für Unsere Begegnung. Später, als sie von einem Erdbeben erschüttert wurden, rief er: „Mein Herr! Hättest Du gewollt, hättest Du sie schon längst vernichten können, und mich auch. Wirst Du uns vernichten für das, was die Toren unter uns getan haben? Dies ist nur eine Prüfung von Dir – womit Du irregehen lässt, wen Du willst, und rechtleitest, wen Du willst. Du bist unser Schutzherr. So vergib uns und erbarme Dich unser. Du bist der Beste der Vergebenden.“ 156Segne uns mit Gutem in diesem Leben und im Jenseits. Wir haben uns wahrlich Dir zugewandt.“ Allah erwiderte: „Was Meine Strafe angeht, so treffe Ich damit, wen Ich will. Aber Meine Barmherzigkeit umfasst alles. Ich werde diese Barmherzigkeit denen geben, die Böses meiden, die Zakah entrichten und an Unsere Offenbarungen glauben.“ 157Das sind diejenigen, die dem Gesandten folgen – dem Propheten, der weder lesen noch schreiben kann – den sie in ihrer Tawrah und im Injil beschrieben finden. Er gebietet ihnen das Rechte und verbietet ihnen das Verwerfliche, erlaubt ihnen die guten Dinge und verbietet ihnen die schlechten Dinge und nimmt ihnen ihre Last und die Fesseln, die auf ihnen lagen. Nur diejenigen, die an ihn glauben, ihn ehren und unterstützen und dem Licht folgen, das zu ihm herabgesandt wurde, werden erfolgreich sein.“ 158Sprich, Prophet: „O ihr Menschen! Ich bin zu euch allen als Gesandter Allahs entsandt – Desjenigen, Dem das Königreich der Himmel und der Erde gehört. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Er macht lebendig und lässt sterben.“ So glaubt an Allah und Seinen Gesandten – den Propheten, der weder lesen noch schreiben kann – der an Allah und Seine Offenbarungen glaubt. Und folgt ihm, auf dass ihr rechtgeleitet werdet.
وَلَمَّا سَكَتَ عَن مُّوسَى ٱلۡغَضَبُ أَخَذَ ٱلۡأَلۡوَاحَۖ وَفِي نُسۡخَتِهَا هُدٗى وَرَحۡمَةٞ لِّلَّذِينَ هُمۡ لِرَبِّهِمۡ يَرۡهَبُونَ 154وَٱخۡتَارَ مُوسَىٰ قَوۡمَهُۥ سَبۡعِينَ رَجُلٗا لِّمِيقَٰتِنَاۖ فَلَمَّآ أَخَذَتۡهُمُ ٱلرَّجۡفَةُ قَالَ رَبِّ لَوۡ شِئۡتَ أَهۡلَكۡتَهُم مِّن قَبۡلُ وَإِيَّٰيَۖ أَتُهۡلِكُنَا بِمَا فَعَلَ ٱلسُّفَهَآءُ مِنَّآۖ إِنۡ هِيَ إِلَّا فِتۡنَتُكَ تُضِلُّ بِهَا مَن تَشَآءُ وَتَهۡدِي مَن تَشَآءُۖ أَنتَ وَلِيُّنَا فَٱغۡفِرۡ لَنَا وَٱرۡحَمۡنَاۖ وَأَنتَ خَيۡرُ ٱلۡغَٰفِرِينَ 155وَٱكۡتُبۡ لَنَا فِي هَٰذِهِ ٱلدُّنۡيَا حَسَنَةٗ وَفِي ٱلۡأٓخِرَةِ إِنَّا هُدۡنَآ إِلَيۡكَۚ قَالَ عَذَابِيٓ أُصِيبُ بِهِۦ مَنۡ أَشَآءُۖ وَرَحۡمَتِي وَسِعَتۡ كُلَّ شَيۡءٖۚ فَسَأَكۡتُبُهَا لِلَّذِينَ يَتَّقُونَ وَيُؤۡتُونَ ٱلزَّكَوٰةَ وَٱلَّذِينَ هُم بَِٔايَٰتِنَا يُؤۡمِنُونَ 156ٱلَّذِينَ يَتَّبِعُونَ ٱلرَّسُولَ ٱلنَّبِيَّ ٱلۡأُمِّيَّ ٱلَّذِي يَجِدُونَهُۥ مَكۡتُوبًا عِندَهُمۡ فِي ٱلتَّوۡرَىٰةِ وَٱلۡإِنجِيلِ يَأۡمُرُهُم بِٱلۡمَعۡرُوفِ وَيَنۡهَىٰهُمۡ عَنِ ٱلۡمُنكَرِ وَيُحِلُّ لَهُمُ ٱلطَّيِّبَٰتِ وَيُحَرِّمُ عَلَيۡهِمُ ٱلۡخَبَٰٓئِثَ وَيَضَعُ عَنۡهُمۡ إِصۡرَهُمۡ وَٱلۡأَغۡلَٰلَ ٱلَّتِي كَانَتۡ عَلَيۡهِمۡۚ فَٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ بِهِۦ وَعَزَّرُوهُ وَنَصَرُوهُ وَٱتَّبَعُواْ ٱلنُّورَ ٱلَّذِيٓ أُنزِلَ مَعَهُۥٓ أُوْلَٰٓئِكَ هُمُ ٱلۡمُفۡلِحُونَ 157قُلۡ يَٰٓأَيُّهَا ٱلنَّاسُ إِنِّي رَسُولُ ٱللَّهِ إِلَيۡكُمۡ جَمِيعًا ٱلَّذِي لَهُۥ مُلۡكُ ٱلسَّمَٰوَٰتِ وَٱلۡأَرۡضِۖ لَآ إِلَٰهَ إِلَّا هُوَ يُحۡيِۦ وَيُمِيتُۖ فََٔامِنُواْ بِٱللَّهِ وَرَسُولِهِ ٱلنَّبِيِّ ٱلۡأُمِّيِّ ٱلَّذِي يُؤۡمِنُ بِٱللَّهِ وَكَلِمَٰتِهِۦ وَٱتَّبِعُوهُ لَعَلَّكُمۡ تَهۡتَدُونَ158
Verse 155: Wegen ihrer Forderung an Mose, dass er ihnen Allah offenbaren sollte.
Verse 158: 28. Dafür, dass sie Musa baten, Allah für sie sichtbar zu machen.
NOCH EINE PRÜFUNG
159Unter dem Volk Musas gibt es welche, die mit der Wahrheit leiten und mit ihr gerecht richten. 160Wir teilten sie in zwölf Stämme, jeder als Gemeinschaft. Und als Musas Volk ihn um Wasser bat, offenbarten Wir ihm: „Schlage mit deinem Stab auf den Felsen.“ Da entsprangen zwölf Quellen. Jeder Stamm kannte seine Trinkstelle. Wir beschatteten sie mit Wolken und sandten ihnen Manna und Wachteln herab, (indem Wir sprachen): „Esst von den guten Dingen, die Wir euch beschert haben.“ Nicht Uns haben sie Unrecht getan; sondern sich selbst haben sie Unrecht getan. 161Und (gedenkt,) als ihnen gesagt wurde: „Wohnt in dieser Stadt und esst, wo immer ihr wollt. Und sprecht: ‚Erlasse uns unsere Sünden‘, und tretet durch dieses Tor in Demut ein. Wir werden euch eure Sünden vergeben und den Lohn der Gutes Tuenden mehren.“ 162Doch diejenigen unter ihnen, die Unrecht taten, änderten das Wort, das ihnen gesagt worden war. Da sandten Wir über sie eine Strafe vom Himmel herab für all das Unrecht, das sie getan hatten.
وَمِن قَوۡمِ مُوسَىٰٓ أُمَّةٞ يَهۡدُونَ بِٱلۡحَقِّ وَبِهِۦ يَعۡدِلُونَ 159وَقَطَّعۡنَٰهُمُ ٱثۡنَتَيۡ عَشۡرَةَ أَسۡبَاطًا أُمَمٗاۚ وَأَوۡحَيۡنَآ إِلَىٰ مُوسَىٰٓ إِذِ ٱسۡتَسۡقَىٰهُ قَوۡمُهُۥٓ أَنِ ٱضۡرِب بِّعَصَاكَ ٱلۡحَجَرَۖ فَٱنۢبَجَسَتۡ مِنۡهُ ٱثۡنَتَا عَشۡرَةَ عَيۡنٗاۖ قَدۡ عَلِمَ كُلُّ أُنَاسٖ مَّشۡرَبَهُمۡۚ وَظَلَّلۡنَا عَلَيۡهِمُ ٱلۡغَمَٰمَ وَأَنزَلۡنَا عَلَيۡهِمُ ٱلۡمَنَّ وَٱلسَّلۡوَىٰۖ كُلُواْ مِن طَيِّبَٰتِ مَا رَزَقۡنَٰكُمۡۚ وَمَا ظَلَمُونَا وَلَٰكِن كَانُوٓاْ أَنفُسَهُمۡ يَظۡلِمُونَ 160وَإِذۡ قِيلَ لَهُمُ ٱسۡكُنُواْ هَٰذِهِ ٱلۡقَرۡيَةَ وَكُلُواْ مِنۡهَا حَيۡثُ شِئۡتُمۡ وَقُولُواْ حِطَّةٞ وَٱدۡخُلُواْ ٱلۡبَابَ سُجَّدٗا نَّغۡفِرۡ لَكُمۡ خَطِيٓـَٰٔتِكُمۡۚ سَنَزِيدُ ٱلۡمُحۡسِنِينَ 161فَبَدَّلَ ٱلَّذِينَ ظَلَمُواْ مِنۡهُمۡ قَوۡلًا غَيۡرَ ٱلَّذِي قِيلَ لَهُمۡ فَأَرۡسَلۡنَا عَلَيۡهِمۡ رِجۡزٗا مِّنَ ٱلسَّمَآءِ بِمَا كَانُواْ يَظۡلِمُونَ162
Verse 160: Allah versorgte die Kinder Israels in der Wüste, nachdem sie Ägypten verlassen hatten, mit Manna (einer Flüssigkeit, die wie Honig schmeckte) und Wachteln (einem Vogel, der kleiner ist als ein Huhn).
Verse 161: 30. Höchstwahrscheinlich Jerusalem, laut Imam Ibn Kathir.

BACKGROUND STORY
Den Bewohnern von Aylah (einer antiken Stadt am Roten Meer) war es verboten, am Sabbat (Samstag, dem Ruhetag) Fische zu fangen.

Die Sabbatprüfung
163Frage sie, o Prophet, nach der Stadt, die am Meer lag, deren Bewohner den Sabbat brachen, als die Fische ihnen am Sabbat (Samstag) sichtbar an die Oberfläche kamen, aber an anderen Tagen nicht zu finden waren. So prüften Wir sie wegen ihres Frevels. 164Und gedenke, als einige von ihnen zu den anderen sagten: 'Warum ermahnt ihr ein Volk, das Allah vernichten oder schwer bestrafen wird?' Sie antworteten: 'Damit wir vor eurem Herrn entschuldigt sind und damit sie vielleicht gottesfürchtig werden.' 165Als sie sich weigerten, die Warnungen anzunehmen, retteten Wir diejenigen, die das Böse verboten, und ergriffen diejenigen, die Unrecht taten, mit einer schrecklichen Strafe, weil sie die Grenzen überschritten hatten. 166Als sie dann bei dem blieben, was ihnen verboten war, sagten Wir zu ihnen: 'Werdet verachtete Affen!'
وَسَۡٔلۡهُمۡ عَنِ ٱلۡقَرۡيَةِ ٱلَّتِي كَانَتۡ حَاضِرَةَ ٱلۡبَحۡرِ إِذۡ يَعۡدُونَ فِي ٱلسَّبۡتِ إِذۡ تَأۡتِيهِمۡ حِيتَانُهُمۡ يَوۡمَ سَبۡتِهِمۡ شُرَّعٗا وَيَوۡمَ لَا يَسۡبِتُونَ لَا تَأۡتِيهِمۡۚ كَذَٰلِكَ نَبۡلُوهُم بِمَا كَانُواْ يَفۡسُقُونَ 163وَإِذۡ قَالَتۡ أُمَّةٞ مِّنۡهُمۡ لِمَ تَعِظُونَ قَوۡمًا ٱللَّهُ مُهۡلِكُهُمۡ أَوۡ مُعَذِّبُهُمۡ عَذَابٗا شَدِيدٗاۖ قَالُواْ مَعۡذِرَةً إِلَىٰ رَبِّكُمۡ وَلَعَلَّهُمۡ يَتَّقُونَ 164فَلَمَّا نَسُواْ مَا ذُكِّرُواْ بِهِۦٓ أَنجَيۡنَا ٱلَّذِينَ يَنۡهَوۡنَ عَنِ ٱلسُّوٓءِ وَأَخَذۡنَا ٱلَّذِينَ ظَلَمُواْ بِعَذَابِۢ بَِٔيسِۢ بِمَا كَانُواْ يَفۡسُقُون 165فَلَمَّا عَتَوۡاْ عَن مَّا نُهُواْ عَنۡهُ قُلۡنَا لَهُمۡ كُونُواْ قِرَدَةً خَٰسِِٔينَ166
Verse 166: Sie verwandelten sich entweder in echte Affen oder begannen, sich wie diese zu verhalten. Siehe Fußnote zu 2:65.
Weitere Prüfungen für das Volk von Musa
167Und (gedenke), o Prophet, als dein Herr verkündete, dass Er gegen sie andere entsenden würde, die ihnen bis zum Tag der Auferstehung schweres Leid zufügen würden. Wahrlich, dein Herr ist schnell im Strafen, doch Er ist wahrlich Allvergebend und Barmherzig. 168Wir verteilten sie im Land als Gemeinschaften – einige waren rechtschaffen und andere weniger. Und Wir prüften sie mit guten und schlechten Zeiten, damit sie vielleicht zum 'rechten Weg' zurückkehren würden. 169Dann folgten ihnen üble Geschlechter, denen die Schrift gegeben worden war. Sie nahmen verbotene Güter an und sagten: „Uns wird sowieso vergeben werden.“ Und wann immer sich ihnen ähnliche Güter boten, griffen sie danach. Wurde von ihnen nicht ein Bund in der Schrift abgenommen – dass sie über Allah nichts als die Wahrheit sagen würden, und sie hatten doch ihre Lehren gut studiert? Doch die 'ewige' Wohnstätte des Jenseits ist weit besser für diejenigen, die Allah im Gedächtnis behalten. Wollt ihr denn nicht begreifen? 170Was diejenigen betrifft, die sich fest an die Schrift halten und das Gebet verrichten – wahrlich, Wir lassen den Lohn derer, die Gutes tun, niemals verloren gehen. 171Und (gedenke), als Wir den Berg über ihnen emporhoben – als wäre er eine Wolke – und sie dachten, er würde auf sie herabfallen. Wir sagten: „Haltet euch fest an diese 'Schrift', die Wir euch gegeben haben, und befolgt ihre Lehren, damit ihr vielleicht Übel meidet.“
وَإِذۡ تَأَذَّنَ رَبُّكَ لَيَبۡعَثَنَّ عَلَيۡهِمۡ إِلَىٰ يَوۡمِ ٱلۡقِيَٰمَةِ مَن يَسُومُهُمۡ سُوٓءَ ٱلۡعَذَابِۗ إِنَّ رَبَّكَ لَسَرِيعُ ٱلۡعِقَابِ وَإِنَّهُۥ لَغَفُورٞ رَّحِيمٞ 167وَقَطَّعۡنَٰهُمۡ فِي ٱلۡأَرۡضِ أُمَمٗاۖ مِّنۡهُمُ ٱلصَّٰلِحُونَ وَمِنۡهُمۡ دُونَ ذَٰلِكَۖ وَبَلَوۡنَٰهُم بِٱلۡحَسَنَٰتِ وَٱلسَّئَِّاتِ لَعَلَّهُمۡ يَرۡجِعُونَ 168فَخَلَفَ مِنۢ بَعۡدِهِمۡ خَلۡفٞ وَرِثُواْ ٱلۡكِتَٰبَ يَأۡخُذُونَ عَرَضَ هَٰذَا ٱلۡأَدۡنَىٰ وَيَقُولُونَ سَيُغۡفَرُ لَنَا وَإِن يَأۡتِهِمۡ عَرَضٞ مِّثۡلُهُۥ يَأۡخُذُوهُۚ أَلَمۡ يُؤۡخَذۡ عَلَيۡهِم مِّيثَٰقُ ٱلۡكِتَٰبِ أَن لَّا يَقُولُواْ عَلَى ٱللَّهِ إِلَّا ٱلۡحَقَّ وَدَرَسُواْ مَا فِيهِۗ وَٱلدَّارُ ٱلۡأٓخِرَةُ خَيۡرٞ لِّلَّذِينَ يَتَّقُونَۚ أَفَلَا تَعۡقِلُونَ 169وَٱلَّذِينَ يُمَسِّكُونَ بِٱلۡكِتَٰبِ وَأَقَامُواْ ٱلصَّلَوٰةَ إِنَّا لَا نُضِيعُ أَجۡرَ ٱلۡمُصۡلِحِينَ 170وَإِذۡ نَتَقۡنَا ٱلۡجَبَلَ فَوۡقَهُمۡ كَأَنَّهُۥ ظُلَّةٞ وَظَنُّوٓاْ أَنَّهُۥ وَاقِعُۢ بِهِمۡ خُذُواْ مَآ ءَاتَيۡنَٰكُم بِقُوَّةٖ وَٱذۡكُرُواْ مَا فِيهِ لَعَلَّكُمۡ تَتَّقُونَ171
Verse 169: Zum Beispiel Bestechungsgelder und Zinsen.
Verse 171: Laut Ibn Kathir wurde der Berg über ihren Köpfen erhoben als Warnung davor, die Regeln der Tawrah abzulehnen.

SIDE STORY
Es war einmal, da fand ein Bauer ein Ei in einem verlassenen Adlernest. Er nahm das Ei mit zurück auf seinen Hof und legte es in das Nest einer seiner Hühner. Schließlich schlüpfte das Ei, und der junge Adler wuchs auf, indem er die anderen Hühner blindlings nachahmte. Der Adler verbrachte die Hälfte seines Lebens im Hühnerstall und die andere Hälfte im Hof, benahm sich wie ein Huhn und blickte nie nach oben. Eines Tages, als der Adler alt wurde, hob er endlich seinen Kopf und sah etwas Erstaunliches – einen jungen Adler, der am Himmel schwebte. Mit Tränen in den Augen sagte der alte Adler zu sich selbst: „Ich wünschte, ich wäre als Adler geboren worden!“ Genau wie der Adler in dieser Geschichte ahmen viele Menschen andere blindlings nach. Obwohl Allah sie erschaffen hat, um Ihn allein anzubeten, entscheiden sie sich, anderen zu folgen, die Götter ihrer eigenen Erfindung anbeten. Dies ist etwas, das sie am Tag des Gerichts zutiefst bereuen werden.

WORDS OF WISDOM
Jemand könnte fragen: „Wenn Menschen mit dem Glauben an Allah in ihrer Natur kodiert geboren werden, wie kommt es dann, dass viele Menschen andere Götter oder überhaupt keinen Gott anbeten?“ Dies ist eine sehr wichtige Frage. Betrachten wir die folgenden Punkte: Gemäß Vers 172 hat Allah die Menschen mit einer reinen Natur erschaffen, bereit, an Ihn zu glauben und Ihn als ihren Herrn anzunehmen. Der Prophet sagte, dass jedes Kind als Muslim geboren wird, sich bereits seinem Schöpfer unterwerfend. Doch Eltern verderben diese reine Natur, sodass Kinder anfangen, die Überzeugungen ihrer Eltern blind zu kopieren und zu befolgen. (Imam Al-Bukhari & Imam Muslim)
Wenn man die Weltkarte betrachtet, wird man feststellen, dass die meisten Menschen bestimmten Glaubensrichtungen folgen, hauptsächlich aufgrund ihrer geografischen Lage. Nehmen wir also an, wenn Herr X in Indien geboren wäre, wäre er höchstwahrscheinlich Hindu, wie die meisten Menschen um ihn herum. Wäre er in Thailand geboren, wäre er wahrscheinlich Buddhist. Wäre er in Rumänien geboren, wäre er wahrscheinlich Christ. Dasselbe gilt für die meisten Menschen anderer Glaubensrichtungen.
Historisch gesehen haben viele Menschen ihre eigenen Anbetungsobjekte erfunden, weil sie nicht an einen Gott glauben konnten, den sie nicht sehen konnten. Deshalb gaben sie Gott menschliche Gesichter (wie Jesus), tierische Gesichter (wie viele der Götter im alten Ägypten) und so weiter. Auch heute noch gibt es Millionen hochgebildeter Menschen, die die Existenz Gottes leugnen und argumentieren, dass sie nur an Dinge glauben können, die sie mit ihren 5 Sinnen erfahren können. Doch wir alle glauben, dass bestimmte Dinge tatsächlich existieren, auch ohne sie zu sehen, wie der Geist, Sauerstoff, die Schwerkraft und Radiowellen. Wir wissen mit Sicherheit, dass unsere Ururgroßeltern existierten, auch wenn wir sie nicht gesehen haben.
Um zu beweisen, dass es keinen Schöpfer braucht, sind einige bereit zu glauben, dass das Leben einfach zufällig von selbst entstand und sich dann zu modernen Lebewesen entwickelte. Zu sagen, dass etwas sich selbst erschaffen hat, bevor es überhaupt existierte, ist, als würde man sagen, dass eine Mutter sich selbst geboren hat! Dinge müssen von etwas anderem erschaffen werden. Einige Leute behaupten, dass Menschen und Affen denselben Vorfahren teilen oder dass wir uns aus anderen Kreaturen entwickelt haben. Doch die Tatsache, dass alles im Universum gut durchdacht und perfekt erschaffen ist, ist ein Beweis dafür, dass es einen Meisterdesigner und Schöpfer gibt. Zum Beispiel ist das menschliche Auge viel fortschrittlicher als jede Kamera der Welt. Wenn es unmöglich ist zu denken, dass eine Kamera keinen Designer hat, ist es noch unmöglicher zu denken, dass das menschliche Auge keinen Designer hat. Wenn jemand glaubt, dass der unglaubliche menschliche Körper nur ein Haufen zufälliger Zellen ohne Designer oder Schöpfer ist, dann ist der Eiffelturm ein Haufen Metall, die Chinesische Mauer ein Haufen Steine und die Mona Lisa ein Haufen Farbe!


SIDE STORY
Es ist das Jahr 2075. Zwei Roboter namens DT und YZ debattieren darüber, woher Roboter stammen. Während YZ glaubt, dass jeder als Roboter erschaffen wurde, argumentiert DT, dass Roboter sich aus kabellosen Computer-Mäusen entwickelt haben. Obwohl der Schöpfer ein Handbuch hinterlassen hat, das das Design und die Funktion von Robotern erklärt, besteht DT dennoch darauf, dass er sich selbst besser kennt und dass er keinen Schöpfer hat. Was die Entstehung kabelloser Mäuse betrifft, sagt DT, dass es starke wissenschaftliche Beweise dafür gibt, dass Mäuse sich aus Federmäppchen entwickelt haben, und Federmäppchen sich aus Kaugummi entwickelt haben, das einfach so entstanden ist.

SIDE STORY
Es war der Tag der lang erwarteten Debatte zwischen einem Imam und einem Atheisten über die Existenz Gottes. Die Debatte war für 11 Uhr angesetzt, und so traf der Atheist einige Minuten früher ein, begleitet von einem großen Publikum. Der Imam jedoch kam zu spät. Der Atheist machte einen Witz vor der Menge und sagte, der Imam habe wohl kein gutes Argument für die Existenz Gottes finden können und sei deshalb weggelaufen. Nach 15 Minuten traf der Imam ein und entschuldigte sich für seine Verspätung. Er erzählte dem Publikum, er habe auf ein Boot warten müssen, um den Fluss zu überqueren und zur Debatte zu gelangen, aber er habe weit und breit kein Boot finden können. Plötzlich schlug ein Blitz in einen großen Baum ein, wodurch dieser in lange Planken zersplitterte. Dann blies der Wind und reihte die Planken aneinander. Und einige Schrauben fielen herunter und verbanden die Planken miteinander. So entstand aus dem Nichts ein schönes Boot, und er benutzte es dann, um den Fluss zu überqueren. Der Atheist erwiderte: „Das ergibt keinen Sinn. Es ist unmöglich, dass ein Boot sich selbst erschafft.“ Der Imam antwortete: „Das ist genau mein Punkt. Wenn ein kleines Boot sich nicht selbst erschaffen kann, dann ist es unmöglich, dass dieses unglaubliche Universum ohne einen Schöpfer – Allah – existiert.“
Der angeborene Glaube des Menschen an Allah
172Und (gedenke), o Prophet, als dein Herr aus den Lenden der Kinder Adams ihre Nachkommenschaft hervorbrachte und sie bezeugen ließ, dass Er ihr einziger Herr ist, und sie dies ihrer Natur entsprechend bestätigten. Nun haben sie am Tag des Gerichts kein Recht zu sagen: „Wir wussten nichts davon.“ 173Und sie können nicht sagen: „Es waren unsere Väter, die zuerst andere Götter anbeteten, und wir Kinder haben sie nur nachgeahmt. Willst du uns wegen ihrer falschen Praktiken vernichten?“ 174So machen Wir Unsere Lehren deutlich, damit sie vielleicht zum „rechten Weg“ zurückkehren.
وَإِذۡ أَخَذَ رَبُّكَ مِنۢ بَنِيٓ ءَادَمَ مِن ظُهُورِهِمۡ ذُرِّيَّتَهُمۡ وَأَشۡهَدَهُمۡ عَلَىٰٓ أَنفُسِهِمۡ أَلَسۡتُ بِرَبِّكُمۡۖ قَالُواْ بَلَىٰ شَهِدۡنَآۚ أَن تَقُولُواْ يَوۡمَ ٱلۡقِيَٰمَةِ إِنَّا كُنَّا عَنۡ هَٰذَا غَٰفِلِينَ 172أَوۡ تَقُولُوٓاْ إِنَّمَآ أَشۡرَكَ ءَابَآؤُنَا مِن قَبۡلُ وَكُنَّا ذُرِّيَّةٗ مِّنۢ بَعۡدِهِمۡۖ أَفَتُهۡلِكُنَا بِمَا فَعَلَ ٱلۡمُبۡطِلُونَ 173وَكَذَٰلِكَ نُفَصِّلُ ٱلۡأٓيَٰتِ وَلَعَلَّهُمۡ يَرۡجِعُونَ174
Verse 172: Diese Übersetzung basiert auf dem Verständnis von Imam Ibn Al-Qayyim, Shaykh As-Sa'di und Imam Ibn 'Ashur.

Der irregeleitete Gelehrte
175Und erzähle ihnen, o Prophet, die Geschichte des Mannes, den Wir mit Unseren Lehren begnadeten, doch er sie verwarf, so ergriff ihn der Satan, und er wurde irregeleitet. 176Hätten Wir gewollt, hätten Wir ihn durch sie erhöht, doch er hing am diesseitigen Leben und folgte seinen Gelüsten. Er war wie ein Hund: Er streckt seine Zunge heraus, ob du ihn verjagst oder ihn in Ruhe lässt. Dies ist das Gleichnis der Leute, die Unsere Lehren verwerfen. So erzähle (ihnen) solche Geschichten, auf dass sie vielleicht nachdenken. 177Wie schlimm ist das Gleichnis derer, die Unsere Lehren verwarfen! Sie fügten nur ihren eigenen Seelen Unrecht zu. 178Wen Allah rechtleitet, der ist wahrlich rechtgeleitet. Und wen Er irregehen lässt, das sind die wahren Verlierer. 179Wir haben ja viele von den Dschinn und den Menschen für die Hölle erschaffen – sie haben Herzen, mit denen sie nicht verstehen, Augen, mit denen sie nicht sehen, und Ohren, mit denen sie nicht hören. Sie sind wie das Vieh. Nein, sie sind noch weiter abgeirrt! Das sind die Achtlosen.
وَٱتۡلُ عَلَيۡهِمۡ نَبَأَ ٱلَّذِيٓ ءَاتَيۡنَٰهُ ءَايَٰتِنَا فَٱنسَلَخَ مِنۡهَا فَأَتۡبَعَهُ ٱلشَّيۡطَٰنُ فَكَانَ مِنَ ٱلۡغَاوِينَ 175وَلَوۡ شِئۡنَالَرَفَعۡنَٰهُ بِهَا وَلَٰكِنَّهُۥٓ أَخۡلَدَ إِلَى ٱلۡأَرۡضِ وَٱتَّبَعَ هَوَىٰهُۚ فَمَثَلُهُۥ كَمَثَلِ ٱلۡكَلۡبِ إِن تَحۡمِلۡ عَلَيۡهِ يَلۡهَثۡ أَوۡ تَتۡرُكۡهُ يَلۡهَثۚ ذَّٰلِكَ مَثَلُ ٱلۡقَوۡمِ ٱلَّذِينَ كَذَّبُواْ بَِٔايَٰتِنَاۚ فَٱقۡصُصِ ٱلۡقَصَصَ لَعَلَّهُمۡ يَتَفَكَّرُونَ 176سَآءَ مَثَلًا ٱلۡقَوۡمُ ٱلَّذِينَ كَذَّبُواْ بَِٔايَٰتِنَا وَأَنفُسَهُمۡ كَانُواْ يَظۡلِمُونَ 177مَن يَهۡدِ ٱللَّهُ فَهُوَ ٱلۡمُهۡتَدِيۖ وَمَن يُضۡلِلۡ فَأُوْلَٰٓئِكَ هُمُ ٱلۡخَٰسِرُونَ 178وَلَقَدۡ ذَرَأۡنَا لِجَهَنَّمَ كَثِيرٗا مِّنَ ٱلۡجِنِّ وَٱلۡإِنسِۖ لَهُمۡ قُلُوبٞ لَّا يَفۡقَهُونَ بِهَا وَلَهُمۡ أَعۡيُنٞ لَّا يُبۡصِرُونَ بِهَا وَلَهُمۡ ءَاذَانٞ لَّا يَسۡمَعُونَ بِهَآۚ أُوْلَٰٓئِكَ كَٱلۡأَنۡعَٰمِ بَلۡ هُمۡ أَضَلُّۚ أُوْلَٰٓئِكَ هُمُ ٱلۡغَٰفِلُونَ179
Verse 175: Dies ist das Beispiel eines Menschen, der mit Wissen gesegnet war, sich aber dafür entschied, in die Irre zu gehen.
Verse 176: Mit anderen Worten, es liegt in ihrer Natur, die Wahrheit abzulehnen, ganz gleich, ob du sie warnst oder nicht. Genau wie es die Natur des Hundes ist, seine Zunge so oder so herauszustrecken.
Warnung an die Mekkaner
180Allah gehören die schönsten Namen, so ruft Ihn mit ihnen an. Und meidet diejenigen, die Seine Namen missbrauchen. Ihnen wird vergolten werden, was sie getan haben. 181Und unter Unserer Schöpfung gibt es Leute, die mit der Wahrheit rechtleiten und mit ihr gerecht richten. 182Was diejenigen angeht, die Unsere Zeichen verleugnen, so werden Wir sie nach und nach dem Verderben zuführen, auf Weisen, die sie sich nicht vorstellen können. 183Ich gewähre ihnen nur eine Frist, aber Meine Planung ist vollkommen. 184Haben sie denn nicht nachgedacht? Ihr Gefährte ist nicht wahnsinnig. Er ist nur mit einer deutlichen Warnung gesandt. 185Haben sie denn nicht nachgedacht über das Reich der Himmel und der Erde und alles, was Allah erschaffen hat, und dass ihre Frist vielleicht nahe ist? An welche Botschaft 'nach diesem Qur'an' wollen sie denn sonst glauben? 186Wen Allah irreführt, den kann niemand rechtleiten, und Er lässt sie in ihrer Auflehnung blind umherirren. 187Sie fragen dich nach der Stunde, wann sie fällig ist. Sprich: 'Das Wissen darüber ist allein bei meinem Herrn. Er allein wird sie zu ihrer Zeit offenbaren. Sie lastet schwer auf den Himmeln und der Erde und wird nur plötzlich über euch kommen.' Sie fragen dich, als ob du darüber Bescheid wüsstest. Sprich: 'Allein Allah weiß, wann sie ist, aber die meisten Menschen wissen es nicht.' 188Sprich: 'Ich vermag mir selbst weder Nutzen noch Schaden zuzufügen, außer mit Allahs Erlaubnis. Hätte ich das Verborgene gewusst, hätte ich mir gewiss viel Gutes verschafft, und Übel hätte mich nicht berührt. Ich bin nur ein Warner für diejenigen, die ungläubig sind, und ein Freudenbote für diejenigen, die glauben.'
وَلِلَّهِ ٱلۡأَسۡمَآءُ ٱلۡحُسۡنَىٰ فَٱدۡعُوهُ بِهَاۖ وَذَرُواْ ٱلَّذِينَ يُلۡحِدُونَ فِيٓ أَسۡمَٰٓئِهِۦۚ سَيُجۡزَوۡنَ مَا كَانُواْ يَعۡمَلُونَ 180وَمِمَّنۡ خَلَقۡنَآ أُمَّةٞ يَهۡدُونَ بِٱلۡحَقِّ وَبِهِۦ يَعۡدِلُونَ 181وَٱلَّذِينَ كَذَّبُواْ بَِٔايَٰتِنَا سَنَسۡتَدۡرِجُهُم مِّنۡ حَيۡثُ لَا يَعۡلَمُونَ 182وَأُمۡلِي لَهُمۡۚ إِنَّ كَيۡدِي مَتِينٌ 183أَوَلَمۡ يَتَفَكَّرُواْۗ مَا بِصَاحِبِهِم مِّن جِنَّةٍۚ إِنۡ هُوَ إِلَّا نَذِيرٞ مُّبِينٌ 184أَوَلَمۡ يَنظُرُواْ فِي مَلَكُوتِ ٱلسَّمَٰوَٰتِ وَٱلۡأَرۡضِ وَمَا خَلَقَ ٱللَّهُ مِن شَيۡءٖ وَأَنۡ عَسَىٰٓ أَن يَكُونَ قَدِ ٱقۡتَرَبَ أَجَلُهُمۡۖ فَبِأَيِّ حَدِيثِۢ بَعۡدَهُۥ يُؤۡمِنُونَ 185مَن يُضۡلِلِ ٱللَّهُ فَلَا هَادِيَ لَهُۥۚ وَيَذَرُهُمۡ فِي طُغۡيَٰنِهِمۡ يَعۡمَهُونَ 186يَسَۡٔلُونَكَ عَنِ ٱلسَّاعَةِ أَيَّانَ مُرۡسَىٰهَاۖ قُلۡ إِنَّمَا عِلۡمُهَا عِندَ رَبِّيۖ لَا يُجَلِّيهَا لِوَقۡتِهَآ إِلَّا هُوَۚ ثَقُلَتۡ فِي ٱلسَّمَٰوَٰتِ وَٱلۡأَرۡضِۚ لَا تَأۡتِيكُمۡ إِلَّا بَغۡتَةٗۗ يَسَۡٔلُونَكَ كَأَنَّكَ حَفِيٌّ عَنۡهَاۖ قُلۡ إِنَّمَا عِلۡمُهَا عِندَ ٱللَّهِ وَلَٰكِنَّ أَكۡثَرَ ٱلنَّاسِ لَا يَعۡلَمُونَ 187قُل لَّآ أَمۡلِكُ لِنَفۡسِي نَفۡعٗا وَلَا ضَرًّا إِلَّا مَا شَآءَ ٱللَّهُۚ وَلَوۡ كُنتُ أَعۡلَمُ ٱلۡغَيۡبَ لَٱسۡتَكۡثَرۡتُ مِنَ ٱلۡخَيۡرِ وَمَا مَسَّنِيَ ٱلسُّوٓءُۚ إِنۡ أَنَا۠ إِلَّا نَذِيرٞ وَبَشِيرٞ لِّقَوۡمٖ يُؤۡمِنُونَ188
Verse 180: Das bedeutet, dass diejenigen, die Allahs Namen entstellen und sie dann benutzen, um ihre falschen Götter anzurufen. Zum Beispiel wurde A-Uzza (der Name eines der Götzenbilder) von Al-Aziz (dem Allmächtigen) abgeleitet.
Verse 184: 38. Prophet Muhammad

Allah oder machtlose Götzen?
189Er ist Derjenige, Der euch alle aus einer einzigen Seele erschaffen hat, dann aus ihr ihren Partner gemacht hat, damit er bei ihr Ruhe finden konnte. Als dann ein Mann und eine Frau zusammenkamen, trug sie eine leichte Last, die sich mit der Zeit entwickelte. Als sie schwer wurde, beteten sie beide zu Allah, ihrem Herrn: „Wenn Du uns ein gutes Kind gibst, werden wir wahrlich dankbar sein.“ 190Aber wenn Er „diese Götzendiener“ mit guten Kindern segnet, schreiben sie falschen Göttern die Ehre für Seine Gabe zu. Allah ist hoch erhaben über das, was sie Ihm an „Göttern“ beigesellen. 191Machen sie „diese Götzen“ Allah gleich, obwohl sie nichts erschaffen können, sondern selbst erschaffen wurden, 192und obwohl sie ihnen nicht helfen können oder sich selbst helfen können? 193Und wenn ihr „Götzendiener“ sie um Rechtleitung anruft, können sie euch nicht antworten. Es ist ganz gleich, ob ihr sie anruft oder schweigt. 194Diese Götzen, die ihr außer Allah anruft, sind erschaffen wie ihr selbst. So ruft sie an und seht, ob sie euch antworten werden, wenn eure Behauptungen wahr sind! 195Haben sie Füße, mit denen sie gehen können? Oder Hände, mit denen sie halten können? Oder Augen, mit denen sie sehen können? Oder Ohren, mit denen sie hören können? 196Sprich, o Prophet: Ruft eure falschen Götter an und schmiedet Pläne gegen mich ohne Zögern! Wahrlich, mein Beschützer ist Allah, Der dieses Buch offenbart hat, und Er allein beschützt die Gläubigen. 197Aber jene falschen Götter, die ihr außer Ihm anruft, können euch nicht helfen oder nicht einmal sich selbst. 198Und wiederum, wenn ihr sie um Rechtleitung anruft, können sie nicht hören. Und du magst sie sehen, wie sie sich dir zuwenden, aber sie können nicht sehen.
هُوَ ٱلَّذِي خَلَقَكُم مِّن نَّفۡسٖ وَٰحِدَةٖ وَجَعَلَ مِنۡهَا زَوۡجَهَا لِيَسۡكُنَ إِلَيۡهَاۖ فَلَمَّا تَغَشَّىٰهَا حَمَلَتۡ حَمۡلًا خَفِيفٗا فَمَرَّتۡ بِهِۦۖ فَلَمَّآ أَثۡقَلَت دَّعَوَا ٱللَّهَ رَبَّهُمَا لَئِنۡ ءَاتَيۡتَنَا صَٰلِحٗا لَّنَكُونَنَّ مِنَ ٱلشَّٰكِرِينَ 189فَلَمَّآ ءَاتَىٰهُمَا صَٰلِحٗا جَعَلَا لَهُۥ شُرَكَآءَ فِيمَآ ءَاتَىٰهُمَاۚ فَتَعَٰلَى ٱللَّهُ عَمَّا يُشۡرِكُونَ 190أَيُشۡرِكُونَ مَا لَا يَخۡلُقُ شَيۡٔٗا وَهُمۡ يُخۡلَقُونَ 191وَلَا يَسۡتَطِيعُونَ لَهُمۡ نَصۡرٗا وَلَآ أَنفُسَهُمۡ يَنصُرُونَ 192وَإِن تَدۡعُوهُمۡ إِلَى ٱلۡهُدَىٰ لَا يَتَّبِعُوكُمۡۚ سَوَآءٌ عَلَيۡكُمۡ أَدَعَوۡتُمُوهُمۡ أَمۡ أَنتُمۡ صَٰمِتُونَ 193إِنَّ ٱلَّذِينَ تَدۡعُونَ مِن دُونِ ٱللَّهِ عِبَادٌ أَمۡثَالُكُمۡۖ فَٱدۡعُوهُمۡ فَلۡيَسۡتَجِيبُواْ لَكُمۡ إِن كُنتُمۡ صَٰدِقِينَ 194أَلَهُمۡ أَرۡجُلٞ يَمۡشُونَ بِهَآۖ أَمۡ لَهُمۡ أَيۡدٖ يَبۡطِشُونَ بِهَآۖ أَمۡ لَهُمۡ أَعۡيُنٞ يُبۡصِرُونَ بِهَآۖ أَمۡ لَهُمۡ ءَاذَانٞ يَسۡمَعُونَ بِهَاۗ قُلِ ٱدۡعُواْ شُرَكَآءَكُمۡ ثُمَّ كِيدُونِ فَلَا تُنظِرُونِ 195إِنَّ وَلِـِّۧيَ ٱللَّهُ ٱلَّذِي نَزَّلَ ٱلۡكِتَٰبَۖ وَهُوَ يَتَوَلَّى ٱلصَّٰلِحِينَ 196وَٱلَّذِينَ تَدۡعُونَ مِن دُونِهِۦ لَا يَسۡتَطِيعُونَ نَصۡرَكُمۡ وَلَآ أَنفُسَهُمۡ يَنصُرُونَ 197١٩٧ وَإِن تَدۡعُوهُمۡ إِلَى ٱلۡهُدَىٰ لَا يَسۡمَعُواْۖ وَتَرَىٰهُمۡ يَنظُرُونَ إِلَيۡكَ وَهُمۡ لَا يُبۡصِرُونَ198

WORDS OF WISDOM
Dieses Symbol u (das wir am Ende von Vers 206 auf Arabisch sehen) kennzeichnet die erste von 15 Stellen im Koran, an denen der Leser sich niederwerfen (oder die Sajdah vollziehen) sollte und sagen: 'Ich werfe mein Angesicht nieder vor Dem, Der es erschaffen und geformt und ihm die Fähigkeit zu hören und zu sehen verliehen hat, durch Seine Macht und Kraft. Gepriesen sei Allah, der beste Schöpfer.' (Imam Al-Hakim)
Weisungen an den Propheten
199Übe Güte, gebiete das Rechte und wende dich ab von den Toren. 200Wenn der Satan versucht, dir einzuflüstern, dann suche Zuflucht bei Allah. Gewiss, Er ist der Allhörende, der Allwissende. 201Wahrlich, wenn der Satan den Gläubigen einflüstert, gedenken sie ihres Herrn, dann werden sie einsichtig. 202Aber die Satane irreleiten ihre menschlichen Gefährten ohne Unterlass. 203Wenn du ihnen, o Prophet, kein Zeichen bringst, fragen sie: 'Warum erfindest du es nicht selbst?' Sprich: 'Ich folge nur dem, was mir von meinem Herrn offenbart wird. Dies [der Qur'an] ist eine Einsicht von eurem Herrn – eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben.' 204Wenn der Koran rezitiert wird, so hört ihm aufmerksam zu und schweigt, damit euch Barmherzigkeit erwiesen wird. 205Gedenke deines Herrn in deinem Inneren – in Demut und Furcht, ohne die Stimme zu erheben – am Morgen und am Abend. Und sei nicht einer der Achtlosen. 206Gewiss, diejenigen, die bei deinem Herrn sind, sind nicht zu hochmütig, Ihm zu dienen. Sie preisen Ihn. Und vor Ihm werfen sie sich nieder.
خُذِ ٱلۡعَفۡوَ وَأۡمُرۡ بِٱلۡعُرۡفِ وَأَعۡرِضۡ عَنِ ٱلۡجَٰهِلِينَ 199وَإِمَّا يَنزَغَنَّكَ مِنَ ٱلشَّيۡطَٰنِ نَزۡغٞ فَٱسۡتَعِذۡ بِٱللَّهِۚ إِنَّهُۥ سَمِيعٌ عَلِيمٌ 200إِنَّ ٱلَّذِينَ ٱتَّقَوۡاْ إِذَا مَسَّهُمۡ طَٰٓئِفٞ مِّنَ ٱلشَّيۡطَٰنِ تَذَكَّرُواْ فَإِذَا هُم مُّبۡصِرُونَ 201وَإِخۡوَٰنُهُمۡ يَمُدُّونَهُمۡ فِي ٱلۡغَيِّ ثُمَّ لَا يُقۡصِرُونَ 202وَإِذَا لَمۡ تَأۡتِهِم بَِٔايَةٖ قَالُواْ لَوۡلَا ٱجۡتَبَيۡتَهَاۚ قُلۡ إِنَّمَآ أَتَّبِعُ مَا يُوحَىٰٓ إِلَيَّ مِن رَّبِّيۚ هَٰذَا بَصَآئِرُ مِن رَّبِّكُمۡ وَهُدٗى وَرَحۡمَةٞ لِّقَوۡمٖ يُؤۡمِنُونَ 203وَإِذَا قُرِئَ ٱلۡقُرۡءَانُ فَٱسۡتَمِعُواْ لَهُۥ وَأَنصِتُواْ لَعَلَّكُمۡ تُرۡحَمُونَ 204وَٱذۡكُر رَّبَّكَ فِي نَفۡسِكَ تَضَرُّعٗا وَخِيفَةٗ وَدُونَ ٱلۡجَهۡرِ مِنَ ٱلۡقَوۡلِ بِٱلۡغُدُوِّ وَٱلۡأٓصَالِ وَلَا تَكُن مِّنَ ٱلۡغَٰفِلِينَ 205إِنَّ ٱلَّذِينَ عِندَ رَبِّكَ لَا يَسۡتَكۡبِرُونَ عَنۡ عِبَادَتِهِۦ وَيُسَبِّحُونَهُۥ وَلَهُۥ يَسۡجُدُونَۤ ۩206
Verse 205: Ehrfurcht ist eine Mischung aus Furcht, Liebe und Respekt.